, dpa-AFX

Devisen: Euro weitet im US-Handel Verluste zum US-Dollar aus

Der Kurs des Euro ist am Donnerstag im US-Handel noch etwas tiefer gefallen. Die Marke von 1,16 US-Dollar wurde unterschritten. Am Devisenmarkt bleibt der Iran-Krieg mit höheren Öl- und Gaspreisen das bestimmende Thema. Entsprechend ist der Dollar als Krisenwährung gefragt. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,1575 Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,1618 Dollar festgesetzt.

Die starke Verteuerung von Rohöl und Erdgas "weckt Inflationssorgen und die Angst davor, dass die Notenbanken die bisher als möglich erachteten Zinssenkungen verschieben oder die Leitzinsen sogar erhöhen", heißt es in einer Einschätzung der Landesbank Hessen-Thüringen, Helaba. Nachdem am Mittwoch der Ölpreisanstieg gestoppt hatte, legen die Preise für Öl und Gas inzwischen wieder deutlich zu.

Wenn der Krieg lange dauere, wären die Auswirkungen für die Konjunktur "nicht gut", sagte Bundesbankpräsident Joachim Nagel. "Auch würden dauerhaft erhöhte Energiepreise langfristig auf die Inflation durchschlagen." Für Prognosen sei es aber noch zu früh. Der EZB-Rat bleibe wachsam./ck/jha/

 ISIN  EU0009652759

AXC0383 2026-03-05/21:09

Copyright dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von dpa-AFX ist nicht gestattet.