Österreichische Staatsanleihen im Späthandel mit Kursverlusten / Iran-Krieg geht weiter und Energiepreise bleiben erhöht
Nach dem Erholungsversuch zur Wochenmitte haben österreichische Bundesanleihen am Donnerstag wieder nachgegeben. Die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen österreichischen Benchmark-Anleihe stieg im Gegenzug um 7 Basispunkte auf 3,13 Prozent. Der Rendite-Spread zur vergleichbaren deutschen Anleihe betrug 30 Basispunkte. Der deutsche Euro-Bund-Future fiel um 0,48 Prozent auf 128,38 Punkte.
Weiterhin belasten die Sorgen vor einem wachsenden Inflationsdruck durch den Iran-Krieg die Anleihekurse. Bei den Öl- und Gaspreisen zeigte sich seit Mittwoch eine Beruhigung, sie bleiben aber auf stark erhöhtem Niveau. Eine dauerhafte Entspannung ist zudem nicht in Sicht. Im Krieg der USA und Israels gegen den Iran gingen die Luftangriffe weiter.
"Der Anstieg der Energiepreise bewegt die Märkte in Energieimportländern - etwa in Europa und Asien - deutlich stärker als in Exportländern wie den USA", schreiben die Experten der Dekabank. Von den gestiegenen Gaspreisen sei allerdings Asien noch stärker getroffen als Europa. Am Anleihemarkt dominieren gestiegene Inflationserwartungen. Dies könnte sich auch auf die Geldpolitik der EZB auswirken.
Renditen ausgewählter österreichischer Benchmark-Anleihen:
Aktuell Vortag Veränderung Spread (in Basispunkten) 2,26 2,19 0,06 3 2,62 2,55 0,08 15 3,13 3,06 0,07 30 3,75 3,74 0,02 31
spa/sto