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ROUNDUP/Aserbaidschan: Drohnen aus Iran treffen Flughafen

Aserbaidschan macht den Iran für einen Drohnenangriff in der autonomen Exklave Nachitschewan verantwortlich und droht mit Vergeltung. Das Verteidigungsministerium verurteile die von den Streitkräften der Islamischen Republik ausgeführten Angriffe gegen zivile Infrastruktur auf dem Gebiet Aserbaidschans ohne jegliche militärische Notwendigkeit aufs Schärfste, teilte die Behörde in Baku mit. Die Islamische Republik trage die volle Verantwortung für den Vorfall. Das Verteidigungsministerium bereite notwendige Vergeltungsmaßnahmen vor.

Das Außenministerium Aserbaidschans bestellte den iranischen Botschafter ein. Eine Drohne sei in die Abfertigungshalle des Flughafens eingeschlagen, eine weitere in der Nähe eines Schulgebäudes abgestützt, teilte das Außenministerium in Baku mit. Es verurteilte die Angriffe, die demnach vom Iran aus gestartet wurden. Zwei Menschen seien verletzt worden, das Flughafengebäude sei beschädigt.

Die Exklave Nachitschewan ist vom Kernland Aserbaidschans im Südkaukasus abgeschnitten - das Gebiet ist von Armenien, dem Iran und der Türkei umgeben. Solche Angriffe dürften sich nicht wiederholen, heißt es in der Mitteilung. Baku behalte sich das Recht vor, Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Aserbaidschans autoritär regierender Präsident Ilham Aliyev hatte noch am Vortag in der iranischen Botschaft nach der Tötung des iranischen Staatsoberhaupts Ali Chamenei kondoliert. Der Staat am Kaspischen Meer hat zuletzt seine Beziehungen zu Israel ausgebaut und pflegt gute Beziehungen zur Türkei. Ein Nato-Abwehrsystem hatte am Mittwoch in der türkischen Grenzregion eine ballistische Rakete abgefangen./ksr/DP/mis

AXC0160 2026-03-05/11:54

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