Wiener Börse (Eröffnung) - ATX weiter erholt / Keine Entspannung im Nahen Osten - Andritz nach Zahlen unter Druck
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Der ATX hat am Donnerstag an die Erholung vom Vortag angeknüpft. Nach einem holprigen Auftakt stand der heimische Leitindex rund eine Stunde nach Sitzungsbeginn 0,65 Prozent im Plus auf 5.551,64 Punkten. Er setzte sich damit weiter vom Zwischentief bei 5.334 Zählern vom Dienstag ab.
Für den ATX Prime ging es im frühen Handel um 0,58 Prozent auf 2.757,17 Zähler hinauf. Auch die europäischen Indizes drehten klar ins Plus, während die Öl- und Gaspreise ihre Kursaufschläge zumindest etwas eingrenzten. Der Krieg im Nahen Osten zieht mit neuen Angriffen unterdessen immer weitere Kreise.
Aktien des ATX-Schwergewichts Andritz rasselten nach Zahlen zeitweise mehr als sechs Prozent hinab. Sie fielen auf den tiefsten Stand seit Jahresbeginn, nachdem sie bereits Anfang Februar sehr schwach auf vorläufige Ergebnisse reagiert hatten. Die nun vorgelegten endgültigen Zahlen hätten auf den ersten Blick keine neuen Erkenntnisse gebracht, schrieb Analyst Daniel Lion in der Früh.
Besser aufgenommen wurden die Ergebnisse von Zumtobel, die Aktien gewannen gut zwei Prozent. Der Vorarlberger Leuchtenhersteller verbuchte im dritten Quartal 2025/26 zwar erneut einen Umsatzrückgang. Erste-Analyst Michael Marschallinger sprach angesichts der verbesserten Margenentwicklung von einem gemischten Zahlenwerk.
Inzwischen hob die Deutsche Bank ihr Kursziel für die Verbund-Anteile leicht von 55 auf 56 Euro an, bestätigte aber ihre Verkaufsempfehlung. Die Anstiege der Energiepreise seit Wochenbeginn und kurzfristig verbesserte Aussichten für die Erzeugungsmengen dürften sich positiv auf den Gewinn auswirken, erwartet Analyst Olly Jeffery. Die Verbund-Anteilsscheine gewannen 1,6 Prozent auf 62,65 Euro.
spa/ste
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