Zumtobel verzeichnet weniger Nachfrage - Umsatz und Gewinn gesunken / Sondereffekte - u.a. Restrukturierungskosten - Belasten Ergebnis in den ersten drei Quartalen 2025/26 - Umsatz-Ausblick für 2025/26 bestätigt, Margenziel konkretisiert
Der Vorarlberger Leuchtenhersteller Zumtobel hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2025/26 aufgrund einer geringeren Nachfrage weniger Umsatz und Gewinn erzielt. Der Konzernumsatz sank im Vergleich zur Vorjahresperiode um 6,4 Prozent auf 775 Mio. Euro, der Konzerngewinn brach um rund 30 Prozent auf 9 Mio. Euro ein.
"Insbesondere die anhaltende Schwäche im Nichtwohnbausektor sowie verzögerte Investitionsentscheidungen" hätten die Geschäftsentwicklung belastet, teilte Zumtobel am Donnerstag in einer Aussendung mit. Der Umsatz des "Lighting"-Geschäftsbereiches ging in den ersten drei Quartalen um 5,1 Prozent auf 618,6 Mio. Euro zurück. Die anhaltend schwache Industriekonjunktur belastete auch das "Components"-Segment von Zumtobel, die Erlöse gingen in diesem Bereich um 11,7 Prozent auf 200 Mio. Euro zurück.
Sondereffekte belasten Ergebnis
In den ersten drei Quartalen verzeichnete der Leuchtenhersteller negative Sondereffekte in Höhe von -12,7 Mio. Euro. Diese beinhalten unter anderem Restrukturierungskosten für die Schließung des US-Produktionsstandorts in Highland (-5,3 Mio. Euro), Abschreibung des Firmenwerts der ZGE Components (-2,0 Mio. Euro) und Wertminderungen bei aktivierten Entwicklungsprojekten (-2,7 Mio. Euro).
Im laufenden Geschäftsjahr reduzierte Zumtobel die Material- als auch Personalkosten leicht. Die bereinigten Entwicklungsaufwendungen sanken um 1,7 Mio. Euro auf 50,9 Mio. Euro. Auch die bereinigten Vertriebs- und Verwaltungskosten einschließlich Forschung sanken auf -256,6 Mio. Euro, in der Vorjahresperiode waren es noch -263,9 Mio. Euro. "Unser Effizienzprogramm zeigt bereits erste Wirkung", so Zumtobel-Chef Alfred Felder.
Umsatz-Ausblick bestätigt, Margenziel konkretisiert
Ein verschärfter Wettbewerb infolge der US-Zollpolitik sowie verzögerte Investitionsentscheidungen bei Kunden - insbesondere im Neubausegment - könnten laut Zumtobel das Umsatzniveau weiter drücken. Positiv für die Branche bewertet der Leuchtenhersteller regulatorische Initiativen auf EU-Ebene und in Deutschland sowie die Umsetzung von Effizienz- und Stabilitätsmaßnahmen, die zu einem Aufschwung beitragen könnten. Der Zumtobel-Vorstand erwartet für das Geschäftsjahr 2025/26 "weiterhin einen Umsatzrückgang im einstelligen Prozentbereich" im Vergleich zum Vorjahr. Während bisher eine bereinigte EBIT-Marge zwischen 1 Prozent und 4 Prozent erwartet wurde, konkretisiert das Management die Prognose nun aber auf 2,5 bis 4 Prozent.
cri/tpo
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