APA - N A C H R I C H T E N Ü B E R B L I C K
Laut Rotem Halbmond fast 800 Tote im Iran
Teheran/Jerusalem/Washington - Im Iran sind bei den israelisch-amerikanischen Angriffen nach Angaben des Roten Halbmonds mindestens 787 Menschen ums Leben gekommen. Die Hilfsorganisation berichtete auf Telegram von Attacken in 153 Städten. Unterdessen warnte Teheran Europa vor einem Kriegseintritt. Die IAEA meldete Schäden an Eingängen zur Urananreicherungsanlage Natanz. Die israelische Armee traf bei Luftangriffen das iranische Präsidialamt sowie das Gebäude des Nationalen Sicherheitsrats in Teheran.
USA und Israel rechtfertigen Krieg gegen den Iran
Teheran/Jerusalem/Washington - Führende US-Republikaner rücken zur Begründung für den Angriff auf den Iran zunehmend Israels Agieren in den Fokus. "Israel war entschlossen, hier zu seiner eigenen Verteidigung zu handeln, mit oder ohne amerikanische Unterstützung", sagte der Sprecher des US-Repräsentantenhauses, Mike Johnson. US-Außenminister Marco Rubio sagte: "Die unmittelbare Gefahr bestand darin, dass wir wussten, dass der Iran, wenn er angegriffen würde (...) sofort gegen uns vorgehen würde."
Ölpreise steigen dritten Tag in Folge
Teheran/Wien - Die Ölpreise sind am Dienstag den dritten Tag in Folge gestiegen, nachdem der Iran gedroht hat, auf jedes Schiff zu feuern, das versucht, die Straße von Hormuz zu durchfahren. Die Nordsee-Sorte Brent verteuerte sich um 2,9 Prozent auf 80,34 Dollar (68,68 Euro) je Barrel (ca. 159 Liter). US-Leichtöl WTI legte um 2,8 Prozent auf 73,25 Dollar (62,62 Euro) zu. Die teilstaatliche OMV sieht die Versorgung in Österreich aber nicht bedroht.
Europäischer Gaspreis auf höchstem Stand seit drei Jahren
Amsterdam/Teheran/Jerusalem - Der Iran-Krieg hat den Preis für europäisches Erdgas am Dienstag weiter nach oben getrieben. Er kletterte auf den höchsten Stand seit über drei Jahren wegen eines fortgesetzten Lieferstopps von Flüssiggas aus dem wichtigen Förderland Katar. An der Börse in Amsterdam stieg der Preis für den richtungweisenden Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat auf 59,44 Euro je Megawattstunde (MWh). Das sind etwa 30 Prozent mehr als am Vortag.
Inflation im Februar auf 2,2 Prozent gestiegen
Wien - Die Inflation ist im Februar laut einer Schnellschätzung der Statistik Austria auf 2,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Damit fällt sie höher aus als zu Jahresbeginn, im Jänner lag die Teuerung bei 2,0 Prozent. Grund waren die Energiepreise, die die Inflation weniger stark gedämpft haben als noch im Jänner. Stärkster Inflationstreiber waren erneut die Dienstleistungen, die sich um 4,0 Prozent verteuerten. Im Jänner lag das Preisplus bei 3,8 Prozent.
Wöginger-Prozess: Klubchef wird heute vom Gericht befragt
Linz - Der Prozess gegen ÖVP-Klubobmann August Wöginger und zwei Finanzbeamte in der "Postenschacher"-Affäre wird am Dienstag fortgesetzt. Den dreien wird vorgeworfen, einen ÖVP-Bürgermeister wegen dessen Parteizugehörigkeit in den Vorstandssessel des Finanzamts Braunau gehievt zu haben. Um sich ein besseres Bild von den Vorgängen zu machen, befragt das Gericht die Angeklagten getrennt voneinander.
Gender Pay Gap bleibt deutlich zweistellig
Wien - Der Gender Pay Gap in der Privatwirtschaft - also der Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen - hat sich innerhalb von zehn Jahren zwar verringert, ist aber weiter deutlich im zweistelligen Bereich. So verdienten weibliche Bedienstete laut Statistik Austria im Jahr 2014 22,2 Prozent weniger als ihre Kollegen, im Jahr 2024 waren es 17,6 Prozent. Im EU-Vergleich war Österreich das Land mit dem dritthöchsten Gender Pay Gap, der europaweite Schnitt lag 2024 bei 11,1 Prozent.
Weiter Kämpfe zwischen Afghanistan und Pakistan
Kabul - Der vergangene Woche erneut entflammte Konflikt zwischen Afghanistan und Pakistan geht nach Angaben aus Kabul weiter. "Die Kämpfe dauern immer noch an", erklärte das afghanische Verteidigungsministerium am Dienstag. Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten von mehreren Explosionen sowie Flugabwehrfeuer und Gewehrsalven in Kabul. Ein AFP-Reporter im afghanischen Jalalabad, das zwischen Kabul und der Grenze zu Pakistan liegt, berichtete von Explosionen und Schüssen.
Die Auswahl der Meldungen für diesen Nachrichtenüberblick erfolgte automatisch.
red