Angriffe auf Iran: London warnt vor Eskalation
Nach Beginn der jüngsten amerikanisch-israelischen Militärschläge gegen den Iran hat die britische Regierung vor einer Eskalation des Konflikts gewarnt. Premierminister Keir Starmer berief am Vormittag eine Sitzung des nationalen Krisenstabs Cobra ein, wie die britische Nachrichtenagentur PA meldete.
London wolle "keine weitere Eskalation zu einem weiteren regionalen Konflikt sehen", zitierte PA einen Regierungssprecher. Iran dürfe niemals Atomwaffen entwickeln, deswegen habe man stets Bemühungen um eine Verhandlungslösung unterstützt, so der Sprecher weiter.
Aufruf an Bürger in Golfregion zu Schutzsuche
Vor dem Hintergrund iranischer Vergeltungsschläge auf US-Verbündete in der Golfregion rief die Regierung in London zudem ihre Staatsbürger dazu auf, Schutz in Gebäuden zu suchen.
"Angesichts von Berichten über Raketenangriffe sollten britische Staatsbürger in Bahrain, Kuwait, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten unverzüglich an ihrem Aufenthaltsort Schutz suchen", hieß es in einem Aufruf des britischen Außenministeriums auf der Social-Media-Plattform X. "Bleiben Sie in Innenräumen an einem sicheren Ort, vermeiden Sie jegliches Reisen und folgen Sie den Anweisungen der lokalen Behörden", so die Mitteilung weiter. Auch von Reisen nach Israel und in die Palästinensergebiete rät London derzeit ab.
Labour-Politikerin warnt London vor Verwicklung in Konflikt
Die Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im britischen Unterhaus, Emily Thornberry, sagte der BBC, es gebe keine Hinweise auf eine britische Beteiligung an den israelisch-amerikanischen Angriffen auf den Iran. Gleichzeitig zweifelte die Abgeordnete der regierenden Labour-Partei die Rechtmäßigkeit des Vorgehens Israels und der USA an. "Ich glaube, es gibt keine rechtliche Grundlage für diese Maßnahme." Großbritannien solle sich nicht hineinziehen lassen, mahnte sie.
Israel und die USA hatten am Morgen mit Angriffen aus der Luft und von See auf den Iran begonnen. US-Präsident Donald Trump begründete dies mit dem angeblichen Streben Teherans nach Langstreckenraketen und Atomwaffen. Der Iran reagierte mit Raketenangriffen auf US-Stützpunkte in den arabischen Golfstaaten./cmy/DP/mis
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