ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Schwächer - Preisdaten und Geopolitik
Die wichtigsten US-Aktienmärkte sind mit
Verlusten ins Wochenende gegangen. Negative Impulse lieferten die
heimischen Erzeugerpreise, die deutlicher als erwartet zulegten und
der Notenbank Fed damit Argumente gegen weitere Zinssenkungen
lieferten. Zudem hielten sich die Anleger wegen einer möglichen
Eskalation der Spannungen zwischen den USA und dem Iran vor dem
Wochenende mit Engagements zurück.
Der Dow Jones Industrial schloss mit einem Minus von
1,05 Prozent bei 48.977,92 Punkten. Daraus resultierte für den
Leitindex ein Wochenverlust von rund 1,3 Prozent. Die Monatsbilanz
ist mit einem Plus von 0,2 Prozent positiv. Der marktbreite S&P 500
büßte am Freitag 0,43 Prozent auf 6.878,88 Zähler
ein.
Für den Nasdaq 100 ging es um 0,30 Prozent auf
24.960,04 Punkte abwärts. Er hatte am Donnerstag deutlich unter den
negativ aufgenommenen Geschäftszahlen des KI-Chip-Riesen Nvidia
gelitten. Für die Woche und den Monat Februar ergeben
sich damit für den technologielastigen Index Abschläge von 0,2
beziehungsweise 2,3 Prozent.
Finanzwerte standen deutlich unter Druck. So verbuchten die Papiere
von American Express , Goldman Sachs
und JPMorgan Kursrückgänge zwischen 1,9 und 7,9
Prozent und gehörten damit zu den schwächsten Dow-Werten.
Ansonsten stand vor dem Wochenende das wahrscheinliche Ende des
Bieterkampfs um Warner Brothers im Fokus. Die Aktien
des Medienkonzerns verloren 2,2 Prozent, nachdem der Streamingriese
Netflix mitgeteilt hatte, seine Offerte nicht zu
erhöhen, da das Geschäft dann finanziell nicht mehr attraktiv wäre.
Damit ist der Weg für den Warner-Rivalen Paramount
frei, dessen neuem, aufgebesserten Angebot der Warner-Verwaltungsrat
zuvor den Vorzug gegeben hatte.
Die Titel von Netflix und Paramount reagierten mit Kursgewinnen von
knapp 14 beziehungsweise knapp 21 Prozent auf die jüngste
Entwicklung. Experten begrüßten den Ausstieg von Netflix.
Jefferies-Analyst James Heaney traut Netflix auch ohne den Zukauf
bis 2030 jährliche Umsatz- und Ergebnissteigerungen von mindestens
zehn beziehungsweise 20 Prozent zu.
Die Anteilscheine von Dell sprangen um knapp 22
Prozent auf den höchsten Stand seit November. Der Hersteller von
Computern und Speichersystemen hatte im vergangenen Quartal eine
durchwachsene operative Margenentwicklung verzeichnet. Doch die
Umsatz- und Gewinnziele für das laufende Geschäftsjahr übertrafen
die Erwartungen. Dies galt insbesondere für den Erlösausblick für
KI-Server. Zudem kündigte das Unternehmen an, sein
Aktienrückkaufprogramm um zehn Milliarden US-Dollar aufzustocken.
Die Aktien von Duolingo brachen um 14 Prozent ein,
nachdem das Unternehmen für Sprachlernsoftware einen unerwartet
trüben Jahresausblick vorgelegt hatte. Zudem stuften mehrere
Analysehäuser die Aktien herunter.
Zscaler verloren gut 12 Prozent. Die Ergebnisse des
Sicherheitssoftware-Unternehmens für das zweite Geschäftsquartal
seien als nicht stark genug angesehen worden, um die zuletzt
negative Stimmung gegenüber der Branche umzukehren, hieß es zur
Begründung./edh/he