Aktien New York: Schwächer - Preisdaten und Geopolitik belasten
Die wichtigsten US-Aktienmärkte haben am
Freitag den Rückwärtsgang eingelegt. Negative Impulse lieferten die
heimischen Erzeugerpreise, die deutlicher als erwartet zulegten und
der Notenbank Fed damit Argumente gegen weitere Zinssenkungen
lieferten. Zudem halten sich die Anleger wegen einer möglichen
Eskalation der Spannungen zwischen den USA und dem Iran vor dem
Wochenende mit Engagements zurück.
Der Dow Jones Industrial notierte zuletzt 1,3 Prozent
tiefer bei 48.847 Punkten. Damit deutet sich für den Leitindex ein
Wochenverlust von rund 1,5 Prozent an. Auch die Monatsbilanz wäre
mit minus 0,1 Prozent negativ. Der marktbreite S&P 500
büßte am Freitag 0,9 Prozent auf 6.850 Zähler ein.
Für den Nasdaq 100 ging es um 0,7 Prozent auf 24.853
Punkte abwärts. Er hatte am Donnerstag deutlich unter den negativ
aufgenommenen Geschäftszahlen des KI-Chip-Riesen Nvidia
gelitten. Für die Woche und den Monat Februar drohen
dem technologielastigen Index Abschläge von 0,6 beziehungsweise 2,7
Prozent.
Finanzwerte wurden am meisten gemieden. So verbuchten die Papiere
von American Express , Goldman Sachs
und JPMorgan zuletzt Kursrückgänge zwischen 3,0 und
7,5 Prozent und gehörten damit zu den schwächsten Dow-Werten.
Ansonsten steht vor dem Wochenende das wahrscheinliche Ende des
Bieterkampfs um Warner Brothers im Fokus. Die Aktien
des Medienkonzerns verloren 1,8 Prozent, nachdem der Streamingriese
Netflix mitgeteilt hatte, seine Offerte nicht zu
erhöhen, da das Geschäft dann finanziell nicht mehr attraktiv wäre.
Damit ist der Weg für den Warner-Rivalen Paramount
frei, dessen neuem, aufgebesserten Angebot der Warner-Verwaltungsrat
zuvor den Vorzug gegeben hatte.
Die Titel von Netflix und Paramount reagierten mit Kursgewinnen von
12,7 beziehungsweise 23,5 Prozent auf die jüngste Entwicklung.
Experten begrüßten den Ausstieg von Netflix. Jefferies-Analyst James
Heaney traut Netflix auch ohne den Zukauf bis 2030 jährliche Umsatz-
und Ergebnissteigerungen von mindestens zehn beziehungsweise 20
Prozent zu.
Die Anteilscheine von Dell sprangen um knapp 22
Prozent auf den höchsten Stand seit November. Der Hersteller von
Computern und Speichersystemen hatte im vergangenen Quartal eine
durchwachsene operative Margenentwicklung verzeichnet. Doch die
Umsatz- und Gewinnziele für das laufende Geschäftsjahr übertrafen
die Erwartungen. Dies galt insbesondere für den Erlösausblick für
KI-Server. Zudem kündigte das Unternehmen an, sein
Aktienrückkaufprogramm um zehn Milliarden US-Dollar aufzustocken.
Die Aktien von Duolingo brachen um 17 Prozent ein,
nachdem das Unternehmen für Sprachlernsoftware einen unerwartet
trüben Jahresausblick vorgelegt hatte. Zudem stuften mehrere
Analysehäuser die Aktien herunter.
Zscaler verloren gut 13 Prozent. Die Ergebnisse des
Sicherheitssoftware-Unternehmens für das zweite Geschäftsquartal
seien als nicht stark genug angesehen worden, um die zuletzt
negative Stimmung gegenüber der Branche umzukehren, hieß es zur
Begründung./edh/he