Aktien New York Ausblick: Verluste - Erzeugerpreise steigen stärker als erwartet
Für die zuletzt uneinheitlichen New Yorker
Börsen zeichnen sich am Freitag klare Verluste ab. Einen negativen
Impuls lieferte die US-Erzeugerpreise, die deutlicher als erwartet
zulegten und der US-Notenbank Fed damit Argumente gegen
Zinssenkungen lieferten.
Eine Dreiviertelstunde vor Handelsbeginn taxierte der Broker IG den
am Vortag kaum bewegten Dow Jones Industrial 1,2
Prozent tiefer auf 48.925 Punkte. Damit würde der Leitindex einen
Wochenverlust von 1,4 Prozent verzeichnen. Für den Februar winkt ihm
indes ein minimales Plus.
Den technologielastigen Auswahlindex Nasdaq 100
erwartet IG am Freitag ein Prozent im Minus bei 24.785 Punkten. Er
hatte am Donnerstag deutlich unter den negativ aufgenommenen
Geschäftszahlen des KI-Chip-Riesen Nvidia gelitten.
Für die Woche und den Februar drohen ihm Kursabschläge von 0,9
beziehungsweise drei Prozent. Auch im bisherigen Jahresverlauf steht
ein Minus zu Buche - anders als beim Dow und beim marktbreiten S&P
500 .
Vor dem Wochenende steht das wahrscheinliche Ende des Bieterkampfes
um Warner Brothers im Fokus. Die Aktien des
Medienkonzerns verloren vorbörslich 0,9 Prozent, nachdem der
Streamingriese Netflix mitgeteilt hatte, seine
Offerte nicht zu erhöhen, da der Deal dann finanziell nicht mehr
attraktiv wäre. Damit ist der Weg für den Warner-Rivalen Paramount
frei, dessen neuem, aufgebesserten Angebot der
Warner-Verwaltungsrat zuvor den Vorzug gegeben hatte.
Die Titel von Netflix und Paramount reagierten mit Kursgewinnen von
8,3 und 4,1 Prozent positiv auf die jüngste Entwicklung. Experten
begrüßten den Ausstieg von Netflix. Jefferies-Analyst James Heaney
traut Netflix auch ohne den Zukauf bis 2030 jährliche Umsatz- und
Ergebnissteigerungen von mindestens zehn beziehungsweise 20 Prozent
zu.
Kaliforniens Generalstaatsanwalt Rob Bonta warnte die Unternehmen
indes, dass es eine Wettbewerbsprüfung geben werde. Eine Übernahme
von Warner durch Paramount sei noch keine ausgemachte Sache. Auch
die Wettbewerbshüter in Washington werden den Deal angesichts seiner
Dimension unter die Lupe nehmen.
Die Anteilsscheine von Dell sprangen um 11,3 Prozent
hoch, womit sich ein Hoch seit Mitte Dezember abzeichnet. Der
Hersteller von Computern und Speichersystemen berichtete für das
vergangene Quartal eine durchwachsene operative Margenentwicklung.
Doch die Umsatz- und Gewinnziele für das laufende Geschäftsjahr
übertrafen die Erwartungen. Dies galt insbesondere für den
Umsatzausblick für KI-Server. Zudem kündigte das Unternehmen an,
sein Aktienrückkaufprogramm um zehn Milliarden US-Dollar
aufzustocken./gl/jha/