ROUNDUP: Opel-Mutter und VW-Rivale Stellantis fährt riesigen Verlust ein
Der Autokonzern Stellantis
Die Aktie trat zunächst mehr oder weniger auf der Stelle, zog am Nachmittag jedoch spürbar an und gewann in Paris knapp sechs Prozent auf 6,87 Euro. Konzernchef Antonio Filosa schürte in einer Analystenkonferenz die Hoffnung, dass es im wichtigen Markt Nordamerika schnell wieder besser wird. Dieser dürfte am meisten dazu beitragen, dass das konzernweite Ergebnis 2026 wieder zulege, machte er deutlich. Das Kursplus ist aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein: Zu Jahresbeginn war die Aktie noch fast 10 Euro wert gewesen, vor knapp zwei Jahren wurden noch mehr als 27 Euro bezahlt.
Auch bereinigt um die großteils bereits bekannten Sonderbelastungen
kam der VW-Rivale
Insgesamt lag der um Sondereffekte bereinigte Verlust vor Zinsen und Steuern (Ebit) bei 842 Millionen Euro. Das entsprach bei einem Umsatzrückgang um zwei Prozent auf 153,5 Milliarden Euro einer Marge von minus 0,5 Prozent. In diesem Jahr soll es mit dem Erlös wie bereits bekannt um einen mittleren einstelligen Prozentsatz nach oben gehen, die operative Marge dürfte sich im niedrigen einstelligen Prozentbereich bewegen.
Der neue Konzernchef Antonio Filosa war eigentlich angetreten, um den Konzern nach einer hausgemachten Krise in den USA im Tagesgeschäft wieder auf Kurs zu bringen - nun musste er mit einem Großreinemachen beginnen, das den Konzern lange mit Milliardenzahlungen belasten wird. Erst 2027 sei wieder mit einem Zufluss an freien Mitteln im Fahrzeuggeschäft (Free Cashflow) zu rechnen, hieß es.
Stellantis streicht nun Elektromodelle, bietet mehr Verbrenner- und
Mischantriebe an und baut die Produktion und seine Lieferketten um.
Donald Trump hatte Subventionen für Elektroautos gestrichen und
Abgasregelungen geändert. Auch die anderen US-Autoriesen General
Motors
ISIN NL00150001Q9
AXC0295 2026-02-26/15:40
Relevante Links: Stellantis N.V., Volkswagen AG, General Motors Company, Ford Motor Company