ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: EuroStoxx stabil - Rekorde bei SMI und FTSE
Die Anleger am europäischen
Aktienmarkt sind am Dienstag angesichts der Unsicherheiten
hinsichtlich der US-Zollpolitik vorsichtig geblieben. Auch die
anstehenden Geschäftszahlen von Nvidia dämpften das
Handelsgeschehen. "Die Präsentation der Quartalszahlen von Nvidia am
Mittwoch wirft bereits ihre Schatten voraus", merkte Jochen Stanzl,
Chefmarktanalyst der Consorsbank, dazu an. "Die Messlatte hängt
hoch, die Nervosität der Anleger ist groß."
Der EuroStoxx 50 schloss 0,04 Prozent höher bei
6.116,60 Punkten. Außerhalb der Eurozone sank der britische
Leitindex FTSE 100 um 0,04 Prozent auf 10.680,59
Zähler, war aber im Handelsverlauf auf ein Rekordhoch geklettert.
Auch der SMI erklomm zwischenzeitlich einen
Höchststand und stieg erstmals über die Marke von 14.000 Punkten. Am
Ende gewann der schweizerische Leitindex 0,91 Prozent auf 13.997,13
Zähler.
Stärkster Sektor waren die Autowerte. "Einige Schnäppchenjäger
kaufen selektiv die Aktien von VW , Mercedes-Benz
und BMW ", beobachtete Analyst Andreas
Lipkow von CMC Markets. Auch Renault waren mit 1,8
Prozent Aufschlag überdurchschnittlich gefragt.
Von enttäuschenden Absatzzahlen ließ der Sektor sich damit nicht
irritieren. Der Automarkt in der Europäischen Union war schwach ins
neue Jahr gestartet. Im Januar wurden nur 799.625 Pkw neu zugelassen
und damit 3,9 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie der
europäische Herstellerverband Acea mitgeteilt hatte. Gefragt waren
allerdings Elektroautos.
Verluste verzeichneten nach den Vortagesgewinnen die Bankaktien.
Hier hatte die Standard Chartered Bank Zahlen
vorgelegt. Die erhöhte Dividende und der angekündigte Aktienrückkauf
hätten den Aktionären zumindest einen gewissen Ausgleich für die
schwachen Zahlen geboten, stellte Matt Britzmann, Analyst bei der
Investmentplattform Hargreaves Lansdown, fest. Mit einem Verlust von
knapp 1,5 Prozent bewegten sich die Abgaben der Aktie weitgehend im
Sektordurchschnitt.
Die Aktien von Novo Nordisk verloren nach dem
Kurseinbruch am Vortag weitere 3,1 Prozent. Der unter Druck stehende
dänische Pharmahersteller will in den USA die Listenpreise für seine
zwei wichtigsten Medikamente drastisch senken. Ab 2027 soll der
Preis für das Abnehmpräparat Wegovy um rund die Hälfte und jener für
das Diabetes-Mittel Ozempic um gut ein Drittel fallen. Die US-Bank
JPMorgan stufte die Novo-Papiere von "Overweight" auf "Neutral" ab
und reduzierte das Kursziel von 350 auf 250 Kronen.
Besser sah es bei kleineren Werten aus. Edenred legten um 3,9
Prozent zu. Der Anbieter von Geldtransaktionslösungen habe im
zweiten Halbjahr einen besser als erwarteten operativen Gewinn
(Ebitda) verzeichnet, hieß es von den Analysten des Investmenthauses
Jefferies./edh/jha/