ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax scheitert an der 25.000-Punkte-Hürde
Der Dax hat sich am Dienstag
letztlich vergeblich an der 25.000-Punkte-Hürde abgemüht. Auch die
freundliche Wall Street konnte nicht nachhaltig stützen.
Mit einem Minus von 0,02 Prozent auf 24.986,25 Punkten beendete der
deutsche Leitindex die Sitzung. Der MDax , der Index
der mittelgroßen Börsenwerte, gewann 0,10 Prozent auf 31.409,50
Zähler. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging
es um 0,04 Prozent auf 6.116,60 Zähler nach oben. Nahezu unverändert
schloss auch der britische Leitindex FTSE 100 . Der
SMI in Zürich überwand dagegen erstmals die Marke von
14.000 Punkten und ging mit einem deutlichen Plus aus dem Tag.
"Die Mutigen sind aktuell in der Minderheit", resümierte
Marktexperte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners den
Dax-Verlauf. Die doppelte Unsicherheit aus US-Zollpolitik und
Iran-Konflikt halte die Anleger derzeit von Aktienkäufen ab.
Allerdings kehrten sie bei Kursschwächen auch immer mal wieder an
den Markt zurück. Chef-Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC
Markets schrieb außerdem, dass mit Blick auf die Zollthematik die
zentrale Frage nun laute, "wie ein Abkommen zwischen den USA und der
Europäischen Union vereinbart werden kann, wenn es überhaupt keine
Klarheit mehr gibt".
Unternehmensseitig sorgte die Berichtssaison für kräftige
Kursausschläge in einzelnen Aktien. Die Papiere des
Dialysespezialisten Fresenius Medical Care (FMC)
verloren 7,5 Prozent und die des Triebwerksbauers MTU
büßten 6,6 Prozent ein. Bei beiden wurden am Markt vor allem die
Management-Ziele für 2026 bemängelt.
Versorger wie RWE und Eon zählten
hingegen mit plus 1,9 und plus 1,4 Prozent zu den besten Dax-Werten.
In einem unsicheren Umfeld gewinnen sie an Bedeutung als sogenannte
sichere Häfen, da sie - anders als Zykliker - allenfalls geringfügig
von wirtschaftlichen Schwankungen betroffen sind. Zudem profitieren
Energieunternehmen von den hohen Investitionen in Künstliche
Intelligenz.
Im Nebenwerte-Index SDax legten zahlreiche
Unternehmen nach der Vorlage ihrer Zahlen und Ziele zu. Die Elmos
-Aktie sprang dabei auf ein Rekordhoch und ging
letztlich mit einem Aufschlag von 11,3 Prozent aus dem Tag. Seit
Jahresbeginn ist sie bereits um etwas mehr als 46 Prozent gestiegen.
Nach dem mäßigen Vorjahr strebt der Halbleiterkonzern 2026 ein
deutliches Umsatzplus an. Auch die operative Ergebnismarge soll sich
verbessern. Die Ziele für 2030 wurden bekräftigt, allerdings mit
noch etwas mehr Zuversicht für den freien Barmittelzufluss.
Der Brennstoffzellenspezialist SFC Energy setzt nach
einem holprigen Jahr auf baldige Besserung. So soll der Umsatz im
laufenden Jahr wieder steigen und auch für das eingebrochene
operative Ergebnis soll es wieder deutlich bergauf gehen. Analyst
Malte Schaumann von Warburg Research sieht die Zielspanne für das
operative Ergebnis über seinen Erwartungen. Die Aktie gewann 9,6
Prozent.
Für Indus ging es um 1,0 Prozent hoch, womit die
Aktie allerdings nur einen kleinen Teil der Gewinnmitnahmen der
vergangenen zwei Wochen wettmachte. Das auf Mittelständler
spezialisierte Beteiligungsunternehmen bekam zwar im vergangenen
Geschäftsjahr die Belastungen durch die US-Zollpolitik zu spüren,
erreichte aber die eigenen Ziele.
Für Gerresheimer ging es um 2,6 Prozent auf 18,64
Euro bergab. Vortags hatte schon der Kursrutsch des Pharmariesen
Novo Nordisk die Aktie des
Spezialverpackungsherstellers in Mitleidenschaft gezogen. Nun rät
die schweizerische Großbank UBS mit einem auf 12,90 Euro
eingestampften Kursziel zum Verkauf.
Im MDax nahmen Aixtron mit plus 5,2 Prozent die
Spitze ein. Analyst Oliver Wong von Bank of America hob seine
Schätzungen und auch sein Kursziel für das Papier des
Spezialanlagenbauers an und bekräftigte seine Kaufempfehlung. Der
Experte ist stark optimistisch für den Bereich Optoelektronik, etwa
angesichts der Kapazitätspläne des US-Unternehmens Lumentum
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