Kreise: Fresenius verlängert Vertrag von Konzernchef Sen vorzeitig bis 2031
Nach knapp dreieinhalb Jahren an der Spitze
des Unternehmens wird der Vertrag von Fresenius-Chef
Michael Sen vorzeitig um weitere fünf Jahre verlängert. Wie die
Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX am Dienstag zunächst aus Kreisen
des Bad Homburger Pharmaherstellers und Krankenhausbetreibers
erfuhr, hat sich der Aufsichtsrat einstimmig für diesen Schritt
ausgesprochen. Der Vertrag laufe damit bis 2031, hieß es von den
Insidern. Eine Konzernsprecherin bestätigte die Informationen auf
Anfrage.
Der frühere Siemens- und Eon-Manager
Sen war im April 2021 zu Fresenius gekommen, zunächst als Leiter der
Pharmasparte Kabi. Im Oktober 2022 übernahm er dann den
Vorstandsvorsitz beim Konzern, der damals noch in schwierigen Zeiten
steckte. Unter Sens Führung wurde der Bad Homburger Dax-Konzern
in den vergangenen gut drei Jahren radikal umgebaut.
Randbereiche wurden verkauft, Strukturen verschlankt, und Fresenius
zog sich weitgehend aus der verlustträchtigen österreichischen
Tochter Vamed zurück.
Auch wurde die frühere enge Verflechtung mit dem Dialysespezialisten
Fresenius Medical Care (FMC) gelöst. Inzwischen wird
die frühere Blutwäsche-Tochter nur noch als Finanzbeteiligung
geführt, mit einem Anteil von rund 29 Prozent (Ende Dezember 2025).
Damit schnitt Sen Fresenius auf die Pharma-Tochter Kabi und das
Klinikgeschäft zu, wo er parallel dazu Effizienzprogramme
einläutete. In der Folge verbesserten sich die Resultate des
Unternehmens kontinuierlich wieder. An diesem Mittwoch (25. Februar)
wird der Fresenius-Chef seine Bilanz für 2025
präsentieren./tav/stw/mis