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Wiener Börse (Nachmittag) - ATX mit minus 1,40 Prozent / Alles wartet auf Trumps Rede zur Lage der Nation - Wienerberger kauft zu, Aktie sackt ab

Die Wiener Börse hat sich am Dienstag zu Mittag weiterhin schwach gezeigt. Der Leitindex ATX notierte mit minus 1,40 Prozent bei 5.736,84 Punkten. Der ATX Prime gab um 1,29 Prozent auf 2.850,99 Zähler nach. Auch die europäischen Leitbörsen spürten das Störfeuer von der anderen Seite des Atlantiks und fanden keine einheitliche Richtung.

Auf beiden Seiten des Atlantiks belastet die neue Unsicherheit über die US-Handelspolitik die Kurse. Mit Spannung warten Investoren, ob und wie sich US-Präsident Donald Trump am Abend bei seiner diesjährigen Rede zur Lage der Nation zu Themen wie Zöllen, dem Iran und der wirtschaftlichen Lage im Land äußert. Nachdem der Oberste US-Gerichtshof einen Teil von Trumps Zöllen vergangene Woche gekippt hatte, ist weiter unklar, inwieweit Rückzahlungen anstehen. Die Aufmerksamkeit gelte dann am Nachmittag auch dem US-Verbrauchervertrauen. Analysten rechnen hier im Schnitt nach dem deutlichen Rückgang im Jänner nun mit einer leichten Stimmungsaufhellung.

Unter den heimischen Unternehmen hat heute Wienerberger aufgezeigt. Der Baustoffkonzern baut sein Renovierungsgeschäft aus und übernimmt die Italcer-Gruppe, einen Erzeuger von Keramikprodukten mit Standorten in Italien und Spanien. Eine diesbezügliche Vereinbarung sei unterschrieben worden, gab das Unternehmen am Dienstag bekannt. Diese Transaktion stärkt Wienerbergers Position im weniger konjunkturabhängigen Sanierungsmarkt und wirkt sich bereits im Geschäftsjahr 2026 wertsteigernd aus, merken dazu Analysten der Erste Group Research in einem Kommentar an. Die Aktie sackte am Vormittag jedoch massiv um 7,4 Prozent ab und war damit Schlusslicht im ATX Prime-Segment.

Von den Banken-Schwergewichten kam bis jetzt keine Unterstützung. Erste Group gaben 2,9 Prozent ab, BAWAG 2,4 Prozent und die Raiffeisen Bank International (RBI) 2,2 Prozent. Angeführt wurde das ATX Prime-Segment von Mayr-Melnhof, die 2,1 Prozent gewannen.

moe/ger

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