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Wiener Börse startet schwach - ATX verliert 1,3 Prozent / US-Zölle und Konflikt am Persischen Golf verunsichern - Wienerberger kauft in Südeuropa zu

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Die Wiener Börse zeigt sich am Dienstagvormittag schwach und musste Abstriche hinnehmen. Der Leitindex ATX notierte mit minus 1,20 Prozent bei 5.747,99 Punkten. Der ATX Prime gab um 1,09 Prozent auf 2.856,51 Zähler nach. Auch die europäischen Leitbörsen spürten das Störfeuer von der anderen Seite des Atlantiks und fanden sich fast durchgehend im negativen Bereich.

International halten die US-Zollpolitik und das Säbelrasseln zwischen den USA und dem Iran auf Trab. Die Verunsicherung bei beiden Themen ist hoch und dürfte an den Finanzmärkten auch heute den Ton angeben", schreibt die Helaba in einem Ausblick. Mit Spannung wartet man auf die Rede zur Lage der Nation von US-Präsident Donald Trump. Nachdem der Oberste US-Gerichtshof einen Teil von Trumps Zöllen vergangene Woche gekippt hatte, ist weiter unklar, inwieweit Rückzahlungen anstehen.

Unternehmensseitig ist es bisher ruhig, einzig Wienerberger könnte die Blicke auf sich ziehen. Der Baustoffkonzern baut sein Renovierungsgeschäft aus und übernimmt die Italcer-Gruppe, einen Erzeuger von Keramikprodukten mit Standorten in Italien und Spanien. Eine diesbezügliche Vereinbarung sei unterschrieben worden, gab das Unternehmen am Dienstag bekannt. Diese Transaktion stärkt Wienerbergers Position im weniger konjunkturabhängigen Sanierungsmarkt und wirkt sich bereits im Geschäftsjahr 2026 wertsteigernd aus, merken dazu Analysten der Erste Group Research in einem Kommentar an. Die Aktie sackte am Vormittag jedoch um 5,6 Prozent ab und war damit Schlusslicht im ATX Prime-Segment.

Abstriche gab es auch für die schwergewichtigen Bankentitel. Erste Group bauten 3,1 Prozent, Raiffeisen Bank International (RBI) 1,9 Prozent und BAWAG ebenso 1,9 Prozent ab. Angeführt wurde das ATX Prime-Segment von Mayr-Melnhof, die 3,4 Prozent gewannen.

moe/ger

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