Aktien Frankfurt Ausblick: Dax-Stabilisierung über 25.000 Punkten erwartet
Nach einem schwachen Wochenauftakt für den Dax
können die Anleger am Dienstag auf eine
Stabilisierung hoffen. Eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte
der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den
deutschen Leitindex ein Plus von 0,2 Prozent auf 25.033 Punkte.
Damit würde er es wieder über die Marke von 25.000 Punkten schaffen,
die am Vortag letztlich doch nicht gehalten hatte. Sein
Eurozonen-Pendant EuroStoxx 50 , der sich am Montag
deutlich besser geschlagen hatte, wird ähnlich moderat im Plus
erwartet.
"Die Mutigen sind aktuell in der Minderheit", stellte Marktexperte
Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners fest. Die
Doppel-Unsicherheit aus Zöllen und dem Iran-Konflikt münde in einer
erhöhten Risikoaversion und der klassischen Umschichtung in "sichere
Häfen". Bemerkenswert findet Altmann, dass dazu wieder verstärkt
US-Staatsanleihen zählten. "Offen ist allerdings, ob Anleger dies
aus Überzeugung tun oder eher aus Mangel an Alternativen", so der
Experte. Denn nach deutlichen Kursgewinnen seien Käufe von
Edelmetallen mit größeren Verlustrisiken verbunden.
Unternehmensseitig sorgt die Berichtssaison für deutlich mehr
Nachrichten als zum ruhigen Wochenauftakt. Der Dialyseanbieter
Fresenius Medical Care (FMC) berichtete für 2025
einen Gewinnsprung und schnitt damit einem Händler zufolge ein wenig
besser als erwartet ab. Der Ausblick, der eine deutlich nachlassende
Dynamik beinhaltet, falle derweil wie befürchtet vorsichtig aus.
Konzernchefin Helen Giza schließt für das bereinigte operative
Ergebnis 2026 sowohl einen Zuwachs als auch einen Rückgang im
mittleren einstelligen Prozentbereich zu konstanten Wechselkursen
nicht aus. Grund ist vor allem die Einführung eines moderneren
Dialysegerätes in den USA, die zu Buche schlägt. Für die Aktie
zeichnet sich ein Kursrückgang ab.
Der Triebwerksbauer MTU erzielte dank guter Geschäfte
mit neuen Turbinen, Ersatzteilen und Wartung einen kräftigen
Gewinnsprung. Jetzt soll die Dividende von 2,20 auf 3,60 Euro
klettern und damit deutlich stärker als von Analysten erwartet. Für
2026 stellt der neue Vorstandschef Johannes Bussmann weitere
Steigerungen von Umsatz und Gewinn in Aussicht.
Daneben berichteten einige Unternehmen aus dem Nebenwerte-Index SDax
über ihre Geschäftsentwicklung. Der Fotodienstleister
Cewe konnte im vergangenen Jahr Umsatz und operatives
Ergebnis (Ebit) steigern. Analysten hatten beim Umsatz etwas weniger
erwartet, beim operativen Gewinn aber im Mittel mehr auf dem Zettel
stehen. Vorbörslich stand die schon vortags schwache Aktie etwas
unter Druck.
Das auf Mittelständler spezialisierte Beteiligungsunternehmen Indus
Holding bekam im vergangenen Geschäftsjahr die
Belastungen durch US-Zölle zu spüren: Während der Umsatz den
vorläufigen Zahlen zufolge ein wenig zulegte, ging das bereinigte
operative Ergebnis zurück.
Der Halbleiterkonzern Elmos legte ebenfalls
Jahreszahlen vor und erhöhte seine Cashflow-Prognose für 2030. Bei
den Anlegern stieß das auf ein positives Echo, wie das deutliche
vorbörsliche Kursplus zeigte.
Derweil setzt der Brennstoffzellenspezialist SFC Energy
nach einem holprigen Jahr auf baldige Besserung. Nach
einem leichten Rückgang 2025 soll der Umsatz im laufenden Jahr
wieder steigen. Auch für das operative Ergebnis soll es nach einem
Einbruch um fast ein Viertel wieder bergauf gehen./gl/stk