Wiener Börse startet zum Wochenauftakt tiefer - ATX -0,33 % / US-Zölle sowie USA/Iran-Konflikt im Fokus
Die Wiener Börse hat am Montag den Handel im Minus aufgenommen. Rund 45 Minuten nach Sitzungsbeginn notierte der ATX zum Wochenauftakt mit minus 0,33 Prozent bei 5.788,12 Punkten. Der ATX Prime gab um 0,35 Prozent auf 2.876,03 Zähler nach. An den europäischen Leitbörsen ging es mit den Aktienkursen zunächst ebenfalls bergab.
Im Fokus stehen die Themen US-Zölle sowie der USA/Iran-Konflikt. Zunächst musste US-Präsident Donald Trump eine herbe Niederlage vor dem Obersten Gerichtshof der USA einstecken. Der Supreme Court hatte ihm untersagt, unter Berufung auf ein Notstandsgesetz Zölle gegen den Import von Waren aus vielen Ländern zu verhängen. Danach postete Trump auf der Plattform Truth Social, dass er den von ihm verkündeten weltweiten Zehn-Prozent-Zollsatz auf Importe in die USA auf 15 Prozent erhöhen will.
Im Atomstreit mit dem Iran erwägt Trump nach eigenen Angaben einen "begrenzten Militärangriff" auf das Land in der Golfregion. Irans Außenminister Abbas Araqchi drohte den USA mit einem Gegenangriff, warb zugleich für eine Verhandlungslösung. Wie der Vermittler Oman am Sonntag bestätigte, soll am Donnerstag in Genf eine neue Runde indirekter Gespräche über das iranische Atomprogramm stattfinden.
Konjunkturell geht die Woche mit der Veröffentlichung des Ifo-Geschäftsklimaindex in Deutschland los. Das Analysehaus Deutsche Bank Research erwartet eine Aufhellung. Eine breite Verbesserung der Umfrageindikatoren wäre ein Signal dafür, dass die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal weiter auf Wachstumskurs bleibt, hieß es von den Analysten.
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