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Wiener Börse (Nachmittag) - ATX nach starker Woche stabil / Iran-Sorgen bremsen Leitindex - Aber starke Wochenbilanz in Aussicht

Der ATX hat sich am Freitag sehr träge präsentiert. Angesichts der Unsicherheit im Nahen Osten wagten sich die Anleger vor dem Wochenende nicht mehr aus der Deckung. Auch Konjunkturdaten von beiden Seiten des Atlantiks konnten den Kursen keine entscheidenden Impulse geben.

Am Nachmittag stand der Leitindex um 0,08 Prozent höher auf 5.793 Punkten. Auf Wochensicht deutet sich für den ATX ein starkes Plus von rund drei Prozent an. Für den ATX Prime ging es im Verlauf um 0,06 Prozent auf 2.879 Zähler hinauf. Eine etwas positivere Tendenz war an den europäischen Börsen zu erkennen.

Weiterhin steht der Konflikt zwischen dem Iran und den USA im Blick der Märkte. Angesichts einer möglichen militärischen Eskalation drohte der Iran für den Fall eines Angriffs mit "entschlossenen und angemessenen" Gegenmaßnahmen. Am Donnerstag hatte US-Präsident Donald Trump eine Frist für ein Abkommen mit dem Iran genannt und 10 bis 15 Tage als ausreichend bewertet. Das sei "so ziemlich das Maximum". Zugleich drohte er: "Entweder wir erzielen eine Einigung oder es wird für sie bedauerlich."

Besser als erwartet ausgefallene Einkaufsmanagerindizes aus der Eurozone gaben vor diesem Hintergrund kaum Unterstützung. Auch enttäuschende Konjunkturdaten aus den USA riefen am hiesigen Aktienmarkt keine Reaktion hervor. In den USA hat sich das Wirtschaftswachstum im vierten Quartal stärker als erwartet verlangsamt. Die Inflationsrate, gemessen an den Konsumausgaben, fiel im Dezember hingegen höher als erwartet aus.

Mit Blick auf die Einzelwerte folgten heimische Titel weitgehend den gesamteuropäischen Branchentrends. Gewinne verzeichneten etwa Immobilienwerte und Aktien von Versicherern, während Öltitel das Nachsehen hatten. CPI Europe und CA Immo gewannen bis zu 1,4 Prozent. UNIQA und VIG stiegen um bis zu 1,8 Prozent. OMV und SBO gaben hingegen um bis zu 1,3 Prozent nach.

Abseits des Leitindex stiegen FACC um sechs Prozent auf 12,10 Euro und waren damit klarer Spitzenwert im prime market. Die Privatbank Oddo BHF hatte die Aktien von "Neutral" auf "Outperform" angehoben und das Kursziel von 10,0 auf 15,5 Euro erhöht.

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