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ROUNDUP/Eurozone: Unternehmensstimmung steigt - 'Konjunktureller Frühling'

Die Stimmung in den Unternehmen der Eurozone hat sich im Februar überraschend deutlich aufgehellt. Der von S&P Global ermittelte Einkaufsmanagerindex stieg um 0,6 Punkte auf 51,9 Punkten, wie S&P am Freitag in London nach einer ersten Schätzung mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt einen Anstieg auf 51,5 Punkte erwartet. "Das sieht doch gut aus!", schrieb Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank und fuhr fort: "Der konjunkturelle Frühling ist bereits angebrochen."

Der Stimmungsindikator bleibt damit weiter über der Expansionsschwelle von 50 Punkten, was auf eine zunehmende wirtschaftliche Aktivität hindeutet. Der Gesamtindikator lag bereits im gesamten Jahr 2025 über der Wachstumsschwelle.

Auch in den einzelnen Bereichen der Wirtschaft hellte sich die Stimmung auf. Dabei übersprang der Indikator für die Industriebetriebe überraschend die Expansionsschwelle, während der für den Dienstleistungsbereich nicht ganz so stark stieg wie erwartet. Er liegt aber auch über der Expansionsschwelle.

Erfreulich ist laut Gitzel, dass sich die Lage im verarbeitenden Gewerbe weiter verbessere. Dies gilt dem Experten zufolge insbesondere für Deutschland. Dort liegt der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe erstmals seit mehr als dreieinhalb Jahren wieder über der Expansionsschwelle von 50 Punkten.

Auch Volkswirt Marc Schattenberg von Deutsche Bank Research äußerte sich zuversichtlich: "Das freundliche Konjunktursignal nährt die Hoffnung, dass die deutsche Wirtschaft auch im ersten Quartal weiter auf Wachstumskurs ist." Im Gesamtjahr dürfte die Konjunktur primär dank der expansiven Finanzpolitik spürbar anziehen. Der Fachmann hält ein Wirtschaftswachstum von bis zu 1,5 Prozent für möglich.

In Frankreich hingegen zeigte sich wie schon im Vormonat ein gemischtes Bild. Diesmal hat sich in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone die Stimmung im Bereich Industrie überraschend deutlich verschlechtert. Der Indikator fiel sogar knapp unter die Expansionsschwelle. Der Stimmungsindikator für die Dienstleistungsunternehmen legte stärker zu als erwartet, blieb aber unter der Marke von 50 Punkten.

Die Entwicklung im Überblick:

AXC0103 2026-02-20/11:44

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