Devisen: Euro gibt nach - Hohe Verunsicherung wegen Iran-Konflikt
Der Euro
Der Dollar profitierte von der hohen Verunsicherung an den Märkten. Nach den jüngsten Atomverhandlungen zwischen den USA und dem Iran häufen sich Hinweise auf einen möglicherweise bald bevorstehenden Krieg. Der US-Sender CBS News zitierte informierte Quellen, wonach ranghohe nationale Sicherheitsbeamte Trump mitgeteilt hätten, dass das Militär bereit sei, bereits am Samstag Angriffe auf den Iran durchzuführen. Trump habe aber noch keine endgültige Entscheidung über einen möglichen Angriff getroffen.
Gestützt wurde der Dollar auch durch robuste Arbeitsmarktdaten aus den USA. So waren die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche deutlich stärker gefallen als erwartet. Ein starker Arbeitsmarkt spricht eher gegen eine baldige Leitzinssenkung durch die US-Notenbank Fed.
Bereits am Mittwoch war der Euro unter Druck geraten, nachdem Fed im Protokoll ihrer jüngsten Sitzung die inflationären Risiken betont hatte. Einige Notenbanker hatten bei dem Treffen darauf hingewiesen, dass die Fed die Leitzinsen erhöhen könnte, sollte die Teuerung über den Erwartungen der Notenbank liegen.
Volkswirt Paul Ashworth von Capital Economics geht weiter davon aus, dass der designierte Fed-Chef Kevin Warsh Schwierigkeiten haben wird, seine Kollegen von der Notwendigkeit einer aggressiven Zinssenkung in diesem Jahr zu überzeugen. Denn nach Meinung von Ashworth dürfte sich das Beschäftigungswachstum festigen, was Inflationsrisiken birgt. Zudem verwies er darauf, dass die Kerninflation deutlich über dem Zielwert der Fed von zwei Prozent bleiben dürfte. Bei der Kernrate werden schwankungsanfällige Preise für Energie und Nahrungsmittel herausgerechnet.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,87380 (0,87240) britische Pfund, 182,05 (181,99) japanische Yen und 0,9119 (0,9124) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete zuletzt 5.014 Dollar. Das waren etwa 29 Dollar mehr als am Vortag./jsl/he
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AXC0244 2026-02-19/17:00