ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Rekordjagd geht dank Konjunktur weiter
Die europäischen Aktienmärkte haben
sich zur Wochenmitte zu Höchstständen aufgeschwungen. Wie schon am
Vortag sorgten vor allem die US-Börsen am Mittwoch mit ihren
Gewinnen auch diesseits des Atlantiks für steigende Kurse. Der
EuroStoxx 50 schaffte es auf ein Rekordhoch und
schloss mit einem Plus von 1,35 Prozent bei 6.103,37 Punkten. Das
war der größte prozentuale Tagesgewinn seit Anfang Januar.
"Von konjunktureller Seite kommt weiter Rückenwind", schrieb
Investmentchef Laurent Denize von der Bank Oddo BHF. So hätten sich
die USA besser entwickelt als von vielen erwartet. In Deutschland
hätten die Exporte zum Jahresende überraschend stark zugelegt. Die
anhaltende wirtschaftliche Erholung schaffe - zusammen mit einer
unterstützenden Geld- und Fiskalpolitik - ein weiterhin günstiges
Umfeld für Aktien.
Auch London und Zürich meldeten wie schon am Vortag Rekorde ihrer
Leitindizes, gefolgt von der Pariser Börse . Der
britische FTSE 100 legte um 1,23 Prozent auf
10.686,18 Zähler zu. Der schweizerische SMI kletterte
um 0,39 Prozent auf 13.807,04 Punkte.
Der Stoxx 50 Index , in dem auch Aktien aus Ländern
außerhalb der Eurozone enthalten sind, erreichte ebenfalls eine
Höchstmarke, ebenso der marktbreite Stoxx 600 .
Von der Aussicht auf konjunkturelle Belebung profitierten
Rohstoffwerte , der Sektorindex stieg um gut 4
Prozent. Papiere des Bergbaukonzerns Glencore legten
um 4,5 Prozent zu. Die Analysten von JPMorgan sprachen von besser
als erwartet ausgefallenen Geschäftszahlen des Unternehmens.
Im ebenfalls starken Industriegütersektor waren
Aktien von BAE Systems mit 4 Prozent Aufschlag
gefragt. Bei Morgan Stanley war von einem weiteren Jahr starker
operativer und finanzieller Entwicklung des britischen
Rüstungsunternehmens die Rede. Der Ausblick für 2026 deute zudem auf
weiteres Wachstum hin und eröffne Potenzial nach oben.
Mit deutlichen Abgaben reagierten dagegen Carrefour
auf die Zahlen zum Schlussquartal 2025. Die Aktie büßte knapp 5
Prozent ein. Die Analysten von JPMorgan sprachen von einem
enttäuschenden vierten Quartal des französischen
Supermarktbetreibers. Hinzu komme ein Ausblick, der wenig Aufschluss
über die Entwicklung in diesem Jahr gebe./bek/men