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Befragung: Jeder Zweite unter 40 fürchtet sozialen Abstieg

Fast zwei von fünf Menschen in Deutschland haben einer neuen Umfrage zufolge Angst vor sozialem Abstieg. Gefragt wurde nach der Sorge, im Jahr 2026 einen sozialen Abstieg zu erleben. Als Beispiele für so einen Abstieg wurden in der Civey-Umfrage im Auftrag des Sozialverbands Deutschland (SoVD) finanzielle Einbußen, weniger Infrastruktur im Wohnumfeld, weniger soziale Teilhabe und zunehmende Einsamkeit genannt. Bei rund 39 Prozent sind entsprechende Sorgen demnach sehr oder eher groß. Bei 43 Prozent sind derartige Abstiegsängste eher oder sehr klein. 18 Prozent sind unentschieden.

Bei den Unter-40-Jährigen gab sogar rund die Hälfte an, große Sorgen vor einem sozialen Abstieg zu haben, bei den Über-65-Jährigen rund 29 Prozent. Frauen äußern mit rund 43 Prozent deutlich häufiger große Sorgen als Männer (35 Prozent). In Ostdeutschland liegt der Anteil der stark Besorgten laut dieser Umfrage bei rund 42 Prozent, im Westen bei rund 38 Prozent.

Häufig vertreten seien solche Sorgen außerdem in Haushalten mit Kindern sowie bei Arbeiterinnen und Arbeitern. Verbandsvorsitzende Michaela Engelmeier zeigte sich alarmiert. Die Umfrage verdeutliche das Ausmaß sozialer Verunsicherung. Sie forderte unter anderem einen höheren Mindestlohn und Investitionen in Bildung, um Abhilfe zu schaffen. Der SoVD mit Schwerpunkt sozialrechtlicher Beratung hat nach eigenen Angaben 630.000 Mitglieder und nimmt regelmäßig zu sozialen Themen Stellung./bw/DP/men

AXC0206 2026-02-18/16:59

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