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ROUNDUP: Keine zusätzlichen Jobs zum Jahresende in Deutschland

In der deutschen Wirtschaft sind zum Jahresende keine zusätzlichen Jobs mehr entstanden. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamts endete im vierten Quartal 2025 die langjährige Zunahme bei den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen. Die Zahl der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,1 Prozent auf 42,5 Millionen Personen. Die Zahl der Selbstständigen und ihrer mithelfenden Angehörigen ging weiter zurück: um 0,7 Prozent auf 3,7 Millionen Menschen.

Mit 46,1 Millionen Erwerbstätigen im Schlussquartal ist die saisonbereinigte Beschäftigung bereits das dritte Quartal in Folge gesunken, wie das Amt auf der Grundlage vorläufiger Daten berichtet. Das waren 25.000 Menschen oder 0,1 Prozent weniger als im Vorquartal.

Zuvor war die Erwerbstätigenzahl nach dem Corona-Schock über vier Jahre lang gestiegen oder zumindest auf dem gleichen Stand geblieben. Nun konnte die Zunahme der Dienstleistungsjobs (+122.000) die Arbeitsstellenverluste in der Industrie und am Bau (-180.000) nicht mehr ausgleichen. Innerhalb der Dienstleistungsbranchen legte der öffentliche Dienst einschließlich Erziehung und Gesundheit erneut zu, während im Bereich Information und Kommunikation Jobs verloren gingen.

Ifo: Fachkräftemangel wird geringer

Die schwache Konjunktur führt nach Beobachtungen des Ifo-Instituts auch dazu, dass Unternehmen seltener über Fachkräftemangel klagen. Laut der jüngsten Konjunkturumfrage fehlten bei 22,7 Prozent der Unternehmen qualifizierte Arbeitskräfte, nach 25,8 Prozent im Oktober. Das sei der niedrigste Wert seit fünf Jahren.

Der Rückgang dürfe nicht darüber hinwegtäuschen, dass strukturelle Herausforderungen bestehen bleiben, sagt Ifo-Forscher Klaus Wohlrabe. "Die Alterung der Bevölkerung trifft auf einen tiefgreifenden technologischen Wandel - das wird die Nachfrage nach bestimmten Qualifikationen weiter verschieben."

IG Metall kritisiert fehlende Ausbildung

Die IG Metall wirft der Industrie vor, die Ausbildung neuer Fachkräfte zu vernachlässigen. Laut ihrer Ausbildungsbilanz 2025 gab es 2025 in den industriellen Kernberufen 9,1 Prozent weniger Ausbildungsverträge als im Vorjahr. Vorstandsmitglied Hans-Jürgen Urban warnte: "Deutschland steht an einem Wendepunkt. Entweder wir sichern die industrielle Wertschöpfung durch starke Ausbildung - oder wir verlieren Kompetenzen, Wettbewerbsfähigkeit und soziale Stabilität."/ceb/DP/jha

AXC0111 2026-02-18/10:51

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