Österreichische Staatsanleihen im Späthandel mit Gewinnen / Eingetrübte Konjunkturerwartungen - Hoffnung auf US-Zinssenkungen
Die Kurse österreichischer Bundesanleihen haben sich am Dienstagnachmittag mit Kursgewinnen gezeigt. Die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen österreichischen Benchmark-Anleihe ist im Gegenzug um 3 Basispunkte auf 3,04 Prozent gefallen. Der Rendite-Spread zur vergleichbaren deutschen Anleihe betrug 30 Basispunkte. Der Euro-Bund-Future stieg um 0,12 Prozent auf 129,32 Punkte.
Für Deutschland haben sich die Konjunkturerwartungen etwas eingetrübt. Das Stimmungsbarometer des Forschungsinstituts ZEW fiel gegenüber dem Vormonat um 1,3 Punkte auf 58,3 Punkte, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt hingegen mit einem Anstieg auf 65,2 Punkte gerechnet.
In der Eurozone insgesamt verschlechterten sich laut den Marktbeobachtern die Erwartungen um 1,4 Punkte auf 39,4 Punkte. Die Bewertung der aktuellen Lage stieg um 4,5 Punkte auf minus 13,6 Punkte.
Zudem hat heute der US-Währungshüter Austan Goolsbee die Hoffnungen auf Zinssenkungen im laufenden Jahr genährt. Die US-Notenbank könne heuer mehrere Lockerungsschritte beschließen, falls sich die Inflation wieder auf das Ziel der Zentralbank von zwei Prozent zubewege, sagte der Chef des Notenbankbezirks Chicago am Dienstag dem Sender CNBC. Aber dies müsse sich erst anhand der hereinkommenden Daten weisen.
Renditen ausgewählter österreichischer Benchmark-Anleihen:
Laufzeit Aktuell Vortag Veränderung Spread (in Basispunkten) 2 Jahre 2,06 2,15 -0,09 3 5 Jahre 2,49 2,53 -0,04 16 10 Jahre 3,04 3,07 -0,03 30 30 Jahre 3,71 3,75 -0,04 30
moe/spa