ROUNDUP/Vor Verhandlungen: Opfer in der Ukraine, Brand in Russland
Vor der neuen Verhandlungsrunde zwischen Russland und der Ukraine unter Vermittlung der USA gehen die Luftangriffe weiter. Drei Menschen wurden nach Angaben des Zivilschutzes in der Stadt Mykolajiwka in der ostukrainischen Region Donezk bei einem Drohnenangriff auf ein ziviles Auto getötet. Eine Person sei verletzt worden. Ukrainische Medien berichteten unter Berufung auf das Energieministerium, dass in dem Auto Mitarbeiter des Wärmekraftwerks Slowjansk saßen.
In der Region Sumy im Norden der Ukraine wurde eine 68-jährige Frau bei einem russischen Drohnenangriff getötet, wie die regionale Staatsanwaltschaft mitteilte. Ihre beiden 7 und 15 Jahre alten Enkel sowie deren Eltern seien verletzt worden. Außerdem wurden den Angaben nach eine Frau und ein Mann im Nachbarhaus verletzt.
In der ukrainischen Hafenstadt Odessa wurden Militärverwaltungschef Serhij Lyssak zufolge drei Menschen verletzt, einer davon schwer. In der Nacht sei in der Stadt am Schwarzen Meer sechsmal Luftalarm ausgelöst worden, schrieb er auf Telegram. Infrastrukturobjekte und zivile Gebäude seien beschädigt worden. Dem Stromversorger DTEK zufolge trafen russische Angriffe erneut die Energieversorgung der Region Odessa. Die Zerstörungen seien außerordentlich schwerwiegend und die Reparatur werde lange Zeit benötigen, teilte der Versorger mit, ohne Details zu nennen.
Auch in Dnipro gab es laut Behördenangaben Feuer infolge russischer Angriffe.
Selenskyj: Zehntausende in Odessa ohne Wasser und Wärme
Der ukrainischen Präsident Wolodymyr Selenskyj warf Russland in sozialen Medien einen erneuten Angriff auf die Energieversorgung der Ukraine vor. Ihm zufolge setzte Moskaus Militär fast 400 Drohnen und 29 Raketen und Marschflugkörper ein. Er sprach von Zehntausenden, die in Odessa ohne Wärme- und Wasserversorgung seien. Russland habe zwölf Regionen angegriffen.
Feuer in Ölraffinerie in Russland
Das ukrainische Militär nahm seinerseits Ziele in Russland ins Visier. Nach Angaben des Zivilschutzstabs der Region Krasnodar in Südrussland kam es infolge eines Drohnenangriffs in Ilski zu einem Brand auf einer Fläche von rund 700 Quadratmetern in einer Ölraffinerie. Verletzte gebe es nicht.
Die Ukraine verteidigt sich seit knapp vier Jahren gegen den russischen Angriffskrieg. Als Teil ihres Abwehrkampfes greift sie auch Ziele in Russland an. Das Ausmaß der Schäden steht dabei in keinem Verhältnis zu den verheerenden Kriegsfolgen russischer Angriffe in der Ukraine. Vertreter Russlands und der Ukraine verhandeln ab heute unter Vermittlung der USA in Genf in der Schweiz ein weiteres Mal über ein mögliches Ende des Kriegs./ksr/DP/men
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