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ROUNDUP: ZEW-Konjunkturerwartungen trüben sich unerwartet etwas ein

Die Konjunkturerwartungen von Finanzexperten für Deutschland haben sich im Februar überraschend eingetrübt. Das Stimmungsbarometer des Forschungsinstituts ZEW fiel gegenüber dem Vormonat um 1,3 Punkte auf 58,3 Punkte, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt hingegen mit einem Anstieg auf 65,2 Punkte gerechnet. Die Finanzmärkte reagierten kaum auf die Daten.

"Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einer Phase fragiler Erholung", kommentierte ZEW-Präsident Achim Wambach. "Die strukturellen Herausforderungen, insbesondere in der Industrie und bei den Privatinvestitionen, bleiben erheblich. Die anstehenden Reformen der Sozialversicherungssysteme sollten dazu genutzt werden, die Standortattraktivität wesentlich zu steigern."

Einige Ökonomen sehen aber auch Hoffnungszeichen. "Die ZEW-Konjunkturerwartungen stabilisieren sich seit Beginn des Jahres auf einem Niveau, das man zuletzt Anfang 2022 sah, also vor dem russischen Angriff auf die Ukraine", kommentierte Robin Winkler, Deutschland-Chefvolkswirt bei der Deutschen Bank. "Neben anderen positiven Signalen gibt uns die ZEW-Umfrage frische Zuversicht, dass die deutsche Konjunktur weiter Fahrt aufnimmt."

Verbessert hat sich die immer noch sehr schwache Bewertung der Lage. Der entsprechende Indikator stieg um 6,8 Punkte auf minus 69,9 Punkte. Ökonomen hatten diesen Anstieg erwartet.

In der Eurozone insgesamt verschlechterten sich die Erwartungen um 1,4 Punkte auf 39,4 Punkte. Die Bewertung der aktuellen Lage stieg um 4,5 Punkte auf minus 13,6 Punkte.

Weiteren Aufschluss über die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und der Eurozone erhoffen sich Experten von der Veröffentlichung der Einkaufmanagerindizes, die am Freitag anstehen, und vom Ifo-Geschäftsklima, das am kommenden Montag veröffentlicht wird./jsl/la/mis

AXC0121 2026-02-17/12:15

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