Kapsch TrafficCom senkt Umsatz- und Ergebnisprognose für 2025/26 / Vorläufige Zahlen nach drei Quartalen unter Erwartungen - Schwäche am Maut-Markt und Projektverzögerungen belasten - EBIT-Ziel für Gesamtjahr auf 7 Mio. Euro mehr als gedrittelt
Der Mautspezialist Kapsch TrafficCom hat am Montag seine Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr 2025/26 deutlich nach unten korrigiert. Grund für die Warnung sind nach Angaben des Unternehmens eine unerwartete Schwäche am globalen Maut-Markt sowie Verzögerungen bei Projektstarts. Nach drei Quartalen liegen die Geschäftszahlen hinter den Planungen zurück, teilte das börsennotierte Wiener Unternehmen am Montag ad hoc mit.
Für das Gesamtjahr rechnet der Vorstand nunmehr mit einem Umsatz von rund 420 Mio. Euro. Zuvor war man von etwa 450 Mio. Euro ausgegangen. Besonders deutlich fällt die Korrektur beim operativen Ergebnis aus: Das Ergebnis aus betrieblicher Tätigkeit (EBIT) wird voraussichtlich nur noch bei rund 7 Mio. Euro liegen. Die ursprüngliche Prognose hatte einen Betriebsgewinn von rund 25 Mio. Euro in Aussicht gestellt.
Verzögerungen bei Projektabwicklungen
In den ersten drei Quartalen erzielte Kapsch einen vorläufigen Umsatz von rund 307 Mio. Euro und ein EBIT von 12 Mio. Euro. Letzteres beinhaltet einen positiven Einmaleffekt von rund 23 Mio. Euro aus dem ersten Quartal. Als Ursachen für die schwache Entwicklung nannte das Unternehmen neben der drastischen Marktschwäche auch kundenverursachte Verzögerungen bei der Abwicklung von Projekten.
Trotz der schwierigen Lage verzeichnete der Technologiekonzern in den vergangenen zehn Monaten einen relativ guten Auftragseingang. Dieser werde sich jedoch erst im Geschäftsjahr 2026/27 umsatzwirksam zeigen. Kapsch setzt nun verstärkt auf Kostensenkungen, deren volle Wirkung ebenfalls erst im kommenden Geschäftsjahr erwartet wird.
ivn/cgh
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