An den europäischen Aktienmärkten
geht es am Montag mit moderaten Kursgewinnen in die neue Woche. In
einem insgesamt dünnen Handel blieb die Dynamik am Rosenmontag aber
begrenzt. Im Tagesverlauf werden keine Impulse aus den USA kommen,
wo ein Feiertag zu Ehren aller US-Präsidenten für ein verlängertes
Wochenende sorgt.
Der EuroStoxx 50 stieg am Vormittag um 0,3 Prozent
auf 6.001 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex kehrte damit wieder knapp
über die zuletzt umkämpfte Marke von 6.000 Punkten zurück. Außerhalb
der Eurozone stieg der britische Leitindex FTSE 100
um 0,1 Prozent auf 10.458 Zähler. Der Schweizer SMI
konnte seinen Rekord weiter nach oben schrauben, indem er am Montag
um 0,2 Prozent auf 13.634 Punkte zulegte.
Gefragt waren am Montag vor allem die Aktien aus dem Bankensektor,
deren Teilindex sich um 1,8 Prozent von seinem Tief seit der
Vorweihnachtszeit erholte. Im EuroStoxx gehörten neben Santander
auch Unicredit , BNP Paribas
, ING und Nordea zum
Favoritenkreis. Die Augen blieben hier auf den Anleihemarkt
gerichtet, denn die Rally des Bund-Futures verlor am Montag an
Schwung. Dieser gilt als wichtigstes Zinsbarometer in Europa. Unter
die Banken in der Favoritenliste mischten sich die Aktien von
L'Oreal , die um drei Prozent anzogen. Sie erholten
sich damit von einem Kursrutsch, der am Freitag davon ausgelöst
worden war, dass das Wachstum des Kosmetikkonzerns im vierten
Quartal enttäuschte. Analysten der UBS und der Barclays Bank bleiben
am Montag aber optimistisch gestimmt. Guillaume Delmas von der UBS
verwies auf überzeugende Investitionsargumente.
Unter Druck standen dagegen vor allem die Titel aus dem
Rohstoffbereich, dessen Teilindex 1,3 Prozent verlor und damit sein
jüngst erreichtes Hoch seit 2008 weiter konsolidierte. In London
gehörten die Titel von Rio Tinto oder Glencore
mit bis zu zwei Prozent zu den Verlierern, während
die Metallpreise zu Wochenbeginn etwas nachgaben.
In London waren Rüstungswerte dagegen begehrt, wie BAE Systems
, Babcock der Qinetiq
mit Anstiegen um bis zu 3,7 Prozent zeigten. David Perry von
JPMorgan verwies auf Spekulationen, dass sich die Regierung in
Großbritannien mit einer Erhöhung des Verteidigungsbudgets
beschäftige. Er nannte dabei diese drei Unternehmen als wichtige
Profiteure - vor allem Babcock nach einem Kursrutsch in der
Vorwoche.
Titel des Baukonzerns ACS erreichten im Madrid mit
einem Anstieg um mehr als drei Prozent ein erneutes Rekordhoch nach
einer Kaufempfehlung des Analysehauses Jefferies. Analyst Graham
Hunt sieht in den Spaniern einen starken Profiteur des Baus von
Rechenzentren. Anders als bei der Tochter Hochtief ,
deren Aktionäre die Potenziale schon voll erkannt hätten, würden sie
bei ACS noch unterschätzt.
Zu den Verlierern zählten die Aktien der Reederei Moller-Maersk
mit fast zwei Prozent Minus. Für Gesprächsstoff in
dieser Branche sorgt, dass der Konkurrent Hapag-Lloyd
Übernahmegespräche mit der Reederei ZIM aus Israel führt./tih/stk