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ANALYSE: Bank of America wird optimistischer für den deutschen Aktienmarkt

Das deutsche Fiskalpaket zur Konjunkturbelebung zeigt sich nach Einschätzung der Bank of America (Bofa) endlich auch in den Wirtschaftsdaten. Am deutlichsten werde es in den jüngsten Zahlen zum Auftragseingang in der deutschen Industrie, schrieb Sebastian Raedler, leitender Anlagestratege der US-Investmentbank für Europa, in seiner am Freitag veröffentlichten Analyse. Die Ökonomen des Hauses hätten jüngst die Wachstumsprognose für Deutschland für 2026 auf plus 1 Prozent aufgestockt und damit auch die Schätzung für die Eurozone auf plus 1,2 Prozent nach oben getrieben.

Mit Blick auf den Aktienmarkt empfahl Raedler, deutsche Werte nun in den Portfolios überzugewichten ("Overweight"). Sie seien dem europäischen Gesamtmarkt seit Mai vergangenen Jahres hinterhergehinkt. Wäge man die Chancen durch das Konjunkturpaket der Bundesregierung gegen die globalen Wirtschaftsrisiken ab, ergebe sich ein Chancen-Übergewicht, so Raedler.

Seit Ende April 2025 hat der deutsche Leitindex Dax rund 10 Prozent gewonnen, der MDax mit der mittelgroßen Unternehmen nur etwa 8 Prozent. Der EuroStoxx 50, Auswahlindex der Eurozone, erzielte derweil einen Zuwachs von fast 16 Prozent.

Basierend auf den Wirtschaftsprognosen der Bofa-Volkswirte rechnet Raedler in den kommenden Monaten nun mit einer überdurchschnittlichen Entwicklung des deutschen Aktienmarktes relativ zum europäischen, für den er in Summe durchaus Risiken sieht.

Überzeugt ist der Marktstratege dabei von Nebenwerten, denen er Aktien großer Konzerne tendenziell den Vorzug gibt./ag /mis/stk

 ISIN  DE0008469008  EU0009658145  DE0008467416  DE0009653386

AXC0153 2026-02-13/13:30

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