ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax zurück unter 25.000 Punkten
Der Dax ist am Dienstag um die
Marke von 25.000 Punkten gependelt. Der fortgesetzte Rekordlauf des
Dow Jones Industrial an der New Yorker Wall Street
sorgte am Nachmittag nicht für nachhaltige Impulse, zumal dessen
Gewinne im Handelsverlauf weitgehend abbröckelten. Vor dem zur
Wochenmitte erwarteten US-Arbeitsmarktbericht für den Monat Januar
hielten sich die Anleger lieber an der Seitenlinie.
Die Lage auf dem US-Arbeitsmarkt ist ein wichtiger Einflussfaktor
für die Geldpolitik der Notenbank Fed, von der im Jahresverlauf
Zinssenkungen erhofft werden. Deren Tempo und Ausmaß sind
gegenwärtig eine wichtige Stellschraube für das Börsengeschehen
weltweit.
Der deutsche Leitindex gab letztlich um 0,11 Prozent auf 24.987,85
Punkte nach. Der MDax , der Index der mittelgroßen
Börsenwerte, beendete den Tag mit minus 0,01 Prozent auf 31.962,21
Zähler.
Geht es nach den Chartexperten von UBS, dürfte eine Rückkehr des Dax
über 25.000 Punkte erst dann nachhaltig sein, wenn auch die
Kurslücke vom 19. Januar geschlossen wird. Das wäre der Fall, wenn
das deutsche Börsenbarometer wieder auf 25.300 Punkte klettert. Dann
könnte es auch noch weiter nach oben gehen, zum Rekordhoch bei etwas
über 25.500 Punkten. Vor rund drei Wochen allerdings hatte der von
US-Präsident Donald Trump initiierte Grönland-Streit die Anleger
schwer beunruhigt und Gewinnmitnahmen ausgelöst.
Mit Blick auf Europa und die USA schloss der EuroStoxx
0,20 Prozent schwächer auf 6.047,06 Punkten, nachdem
der Leitindex der Euroregion im Tagesverlauf eine Bestmarke erreicht
hatte. Der schweizerische Leitindex SMI ging
prozentual unverändert aus dem Handel, die Börse in Großbritannien
gab moderat nach. In den USA legte der Dow nach einem Rekord kurz
nach dem Handelsstart zuletzt um 0,5 Prozent zu, während sich der
technologielastige Nasdaq 100 am Vortagesschluss
zeigte.
Unternehmensseitig kamen gemischte Impulse. Die Commerzbank-Aktie
drehte nach anfänglich deutlichen Gewinnen als
Reaktion auf vorgelegte Eckzahlen zum abgelaufenen Quartal ins
Minus. Sie schloss 0,5 Prozent schwächer. Analyst Chris Hallam von
Goldman Sachs sah den Überschuss und den Dividendenvorschlag zwar
etwas über den Erwartungen, mit Blick auf die Aktienrückkäufe habe
der Markt aber mehr erhofft.
Teamviewer sackten im MDax in Richtung ihres vor rund
einer Woche erreichten Rekordtiefs. Ein vorsichtiger Ausblick auf
2026 belastete das Papier, das letztlich um 6,3 Prozent absackte.
Analysten dürften nun ihre Schätzungen für das Umsatzwachstum des
Wartungssoftware-Spezialisten zusammenstreichen.
Eine schwache Nachfrage nach Pauschalreisen sorgte dafür, dass die
Hoffnung auf eine weitere Erholung der Tui-Aktie platzte. Das
Papier, das tags zuvor noch in Richtung 10 Euro auf den höchsten
Stand seit seinem heftigen Kurseinbruch im Frühjahr 2023 gestiegen
war, sackte um knapp 5 Prozent ab.
Für den Anteilschein von Salzgitter ging es nach
enttäuschenden Zielen für 2026 auf steile Berg- und Talfahrt.
Zunächst um rund 9 Prozent abgerutscht, schloss die Aktie letztlich
mit einem Plus von 5,6 Prozent auf dem höchsten Stand seit Sommer
2011. Experten halten den Ausblick für konservativ.
Analystenkommentare bewegten ebenfalls deutlich. Die schweizerische
Bank UBS etwa strich ihre Kaufempfehlungen für die beiden
United-Internet-Töchter 1&1 <> und Ionos , deren
Papiere mit Kursverlusten von 3,4 Prozent beziehungsweise 8,3
Prozent auch die Anteile der Muttergesellschaft belasteten. Diese
büßten 3,7 Prozent ein.
Goldman Sachs wurde für einige zyklisch geprägte Chemiewerte
optimistischer. Kaufempfehlungen der Expertin Georgina Fraser
verhalfen Symrise zu einem Plus von 7,0 Prozent.
Evonik stiegen im MDax um 5,7 Prozent. Begehrt waren
auch die Papiere von BASF und Lanxess ,
die um 4,6 Prozent respektive um 11,1 Prozent stiegen. Für letztere
gab die Analystin ihre bislang negative Haltung auf.
Eine Kaufempfehlung von Jefferies für die Aktie des
Halbleiterausrüsters Aixtron sorgte dort für einen
Kurssprung um 6,2 Prozent. Analyst Om Bakhda sieht Aixtron auf einen
Wendepunkt zusteuern und verwies dafür auf die weiter steigenden
hohen Investitionen von KI-Hyperscalern in diesem Jahr sowie jüngste
Kommentare zu vorgezogenen Investitionen von
Datacom-/Optoelektronik-Unternehmen./ck/he