dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN vom 10.02.2026 - 15.15 Uhr
ROUNDUP: Teamviewer blickt vorsichtig aufs neue Jahr - Aktie fällt
deutlich
GÖPPINGEN - Der Fernwartungssoftwareanbieter Teamviewer
hat sich angesichts des schwierigen Marktumfelds
vorsichtige Ziele für das neue Jahr gesetzt. Das Management um Chef
Oliver Steil rechnet damit, dass der Umsatz 2026 währungsbereinigt
stagnieren oder um bis zu 3 Prozent wachsen wird, wie der
MDax-Konzern am Dienstag mitteilte. Das ist nur am
oberen Ende so viel, wie die Göppinger im Herbst noch mindestens
angepeilt hatten. Die Lage ist derzeit vor allem bei kleineren und
mittleren Kunden sowie beim Zukauf 1E holprig. Obwohl die
Markterwartungen nach den vorläufigen Zahlen im Januar bereits
gesunken waren, fiel die Aktie kräftig.
ROUNDUP: Commerzbank übertrifft Gewinnziel - Mehr Dividende und
Aktienrückkauf
FRANKFURT - Die Commerzbank hat 2025 trotz hoher
Kosten für den Stellenabbau ihr Gewinnziel übertroffen. Jetzt will
sie die Dividende deutlich anheben und weiteres Geld in den Rückkauf
eigener Aktien stecken. Im vergangenen Jahr stand unter dem Strich
ein Überschuss von 2,63 Milliarden Euro, wie der Frankfurter
Dax-Konzern überraschend am Dienstag und damit einen
Tag vor der geplanten Bilanzvorlage mitteilte. Der Gewinn lag über
dem jüngsten Vorstandsziel von 2,5 Milliarden und verfehlte nur
knapp den Rekordgewinn 2024. Für die Commerzbank-Aktie ging es
aufwärts: Zuletzt gehörte sie mit einem Plus von gut einem Prozent
zu den stärkeren Titeln im Dax, wurde aber noch etwas billiger
gehandelt als zum Jahreswechsel.
ROUNDUP: Astrazeneca will 2026 mehr verdienen - Aktie nahe
Rekordhoch
CAMBRIDGE - Der Pharmakonzern Astrazeneca stellt sich
nach einem schwungvollen Jahr auf weiteres Wachstum ein und will
zugleich mehr verdienen. Treiber dürfte vor allem das florierende
Geschäft mit Krebsmedikamenten bleiben, das den bevorstehenden
Umsatzverlust durch das Auslaufen des Patents für das
Blockbuster-Diabetespräparat Farxiga abfedern soll. Analysten
zeigten sich positiv vom Ausblick überrascht. An der Börse stieg die
Aktie am Dienstag im frühen Handel in Richtung ihres Rekordhochs,
fiel dann aber etwas zurück.
Salzgitter will 2026 wieder wachsen und erwartet deutlich bessere
Ergebnisse
SALZGITTER - Der Stahlkonzern Salzgitter rechnet im
laufenden Jahr insgesamt nur mit einer leichten Verbesserung der
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Die wirtschaftliche Lage in
Deutschland bleibe auch zu Jahresbeginn angespannt, teilte das
Unternehmen überraschend am Dienstag bei Vorlage von Eckzahlen mit.
Die geplanten Investitions- und Infrastrukturprogramme der
öffentlichen Hand führten noch nicht zu einer deutlichen
konjunkturellen Belebung. Positiv dürften sich hingegen die
Handelsschutzmaßnahmen der EU auswirken. Die Aktie gab zuletzt um
mehr als drei Prozent nach.
ROUNDUP: Philips kehrt in die Gewinnzone zurück - Aktienkurs zieht
an
AMSTERDAM - Der Medizintechnikkonzern Philips hat
sich für die kommenden Jahre neue Wachstumsziele gesetzt. Er will
damit endgültig einen Schlussstrich unter seinen milliardenteuren
Rückruf von fehlerhaften Beatmungsgeräten setzen. Im vergangenen
Jahr kehrte der niederländische Konkurrent von Siemens Healthineers
in die Gewinnzone zurück. Dabei konnte sich Philips
auf ein starkes Schlussquartal stützen, das besser ausfiel als
erwartet. Negative Auswirkungen durch US-Zölle konnte das
Unternehmen mehr als ausgleichen.
ROUNDUP: Ölkonzern BP verschärft Sparmaßnahmen - Streicht
Aktienrückkäufe
LONDON - Der britische Ölkonzern BP verschärft seine
Sparmaßnahmen und kauft vorerst keine weiteren Aktien zurück.
Überschüssige Barmittel sollen vollständig zur Stärkung der Bilanz
eingesetzt werden, wie das Unternehmen am Dienstag in London
mitteilte. Bis Ende 2027 will der Konzern die Kosten nun um 5,5 bis
6,5 Milliarden US-Dollar senken.
Coca-Cola peilt auch 2026 Zuwächse an - Aktie gibt vorbörslich nach
ATLANTA - Der US-Getränkekonzern Coca-Cola will auch
im laufenden Jahr weiter zulegen. Das Management peilt 2026 beim
Umsatz einen Zuwachs aus eigener Kraft von vier bis fünf Prozent an,
wie das Unternehmen am Dienstag in Atlanta mitteilte. Analysten
haben bereits das obere Ende der Zielspanne auf ihren Zetteln. 2025
hatte das organische Umsatzplus 5 Prozent betragen. Der bereinigte
Gewinn je Aktie soll in diesem Jahr ebenfalls steigen, nachdem er im
Schlussquartal die Erwartungen leicht übertroffen hatte. Die Aktie
gab im vorbörslichen US-Handel um mehr als drei Prozent nach,
allerdings hat sie seit Jahresbeginn um fast 12 Prozent zugelegt.
Spotify verdient deutlich mehr - Mehr Nutzer als erwartet
GÖTEBORG - Der Streamingdienst Spotify hat im vierten
Quartal dank wachsender Abonnentenzahl deutlich mehr verdient als
ein Jahr zuvor. Der Umsatz legte im Jahresvergleich um 7 Prozent auf
4,5 Milliarden Euro zu, wie die Schweden am Dienstag in Göteborg
mitteilten. Der operative Gewinn legte um fast die Hälfte auf 701
Millionen Euro zu. Die Zahl der monatlich aktiven Nutzer stieg um
elf Prozent auf 751 Millionen und damit stärker als von Analysten
erwartet. Für das laufende erste Quartal rechnet Spotify mit einem
Anstieg auf 759 Millionen. Das und ein anvisierter operativer Gewinn
von 660 Millionen Euro überraschte die Anleger positiv, die in New
York notierte Aktie zog im vorbörslichen Handel um 17 Prozent an.
Ferrari schneidet besser ab als gedacht - Aktie zieht deutlich an
MARANELLO - Der Luxussportwagenbauer Ferrari hat im
Schlussquartal deutlich mehr Gewinn erwirtschaftet als von Experten
erwartet. So kletterte das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und
Abschreibungen um 9 Prozent auf 700 Millionen Euro, wie die
Italiener am Dienstag in Maranello mitteilten. Analysten hatten im
Schnitt nur mit 662 Millionen gerechnet. Auch im laufenden Jahr
dürfte der Schwung anhalten. Dann sollen es im Gesamtjahr mindestens
2,93 Milliarden operatives Ergebnis sein. Das wäre ein Plus von fast
sechs Prozent und auch etwas mehr als die durchschnittliche
Schätzung von Fachleuten. Die Aktie zog in Mailand nach der
Mitteilung um 7,4 Prozent auf gut 302 Euro an.
ROUNDUP: Tui will wieder stärker ins Massengeschäft - Kunden buchen
später
HANNOVER - Der Reisekonzern Tui will künftig wieder
stärker ins Geschäft mit günstigeren Pauschalreisen einsteigen. "Ich
war immer dafür, eine Zweitmarke zu haben", sagte Vorstandschef
Sebastian Ebel am Dienstag vor Beginn der Hauptversammlung in
Hannover. Im Auge hat der Manager eine "Abverkaufsmarke" für
günstigere Angebote, um das Geschäft mit der höherpreisigen
Hauptmarke Tui und deren Gewinne zu schützen. Konkretes dazu solle
es binnen drei bis sechs Monaten geben, sagte der Manager in einer
Videokonferenz mit Journalisten.
ROUNDUP/Trotz Sorgenkind Gucci: Kering will 2026 wieder wachsen
PARIS - Der Luxusgüterkonzern Kering muss sich mit
der erhofften Erholung seiner kriselnden Modemarke Gucci weiter
gedulden. Zwar fiel der Umsatz der Edelmarke auf vergleichbarer
Basis zum Jahresende weniger als noch im dritten Quartal, doch habe
das Minus im Schlussquartal im Jahresvergleich immer noch bei zehn
Prozent gelegen, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Analysten
hatten damit aber bereits gerechnet. Zudem will der erst seit
wenigen Monaten amtierende Kering-Chef Luca de Meo eine Trendwende
vorantreiben. 2026 soll der Konzern wieder wachsen. An der Börse kam
die Aussicht auf Rückkehr zum Wachstum hervorragend an.
Barclays verdient mehr als erwartet - Milliardenausschüttung geplant
LONDON - Nach einem Gewinnplus im vergangenen Jahr will die
britische Großbank Barclays die Rendite in den
kommenden Jahren unter anderem dank weiterer Kostensenkungen kräftig
steigern. Neben dem Blick auf die Ausgaben sollen auch steigende
Erträge zu der höheren Eigenkapitalrendite beitragen. Bis 2028 soll
diese auf mehr als 14 Prozent klettern, wie die Bank am Dienstag in
London mitteilte. 2025 konnte Barclays die Verzinsung auf das
eingesetzte Kapital um 0,8 Prozentpunkte auf 11,3 Prozent ausbauen.