Aktien Frankfurt Ausblick: Dax dürfte Erholung zunächst fortsetzen
Die Stabilisierung des Dax
dürfte sich zum Wochenstart zunächst fortsetzen. Mit den
internationalen Börsen im Rücken signalisierte der X-Dax
eine Stunde vor dem Xetra-Start einen 0,4 Prozent
höheren Auftakt bei 24.823 Punkten. Er würde damit an seine
Freitagserholung anknüpfen und einen Schritt zurück zur
25.000-Punkte-Marke machen. Noch am Donnerstag stand der deutsche
Leitindex mit 24.272 Punkten dicht an seinem Jahrestief.
"Der Dax befindet sich mitten in einer technischen Erholung, und es
muss sich erst noch zeigen, ob die Arbeitsmarktdaten am Mittwoch und
die Inflationszahlen am Freitag aus den USA ausreichen, um den
Widerstand bei 25.000 Punkten nach oben zu durchbrechen", schrieb am
Morgen Experte Jochen Stanzl von der Consors Bank.
Die Vorgaben aus den USA und Asien sind am Montag zunächst einmal
positiv vor den frischen geldpolitischen Signalen, die im
Wochenverlauf erwartet werden. Der Dow Jones Industrial
konnte am Freitag seine Gewinne nach dem europäischen
Handelsende ausbauen und erstmals über die Marke von 50.000 Punkten
steigen. Auch der zuletzt von KI-Konkurrenz- und Investitionssorgen
durchgeschüttelte Tech-Auswahlindex Nasdaq 100 sowie
Gold, Silber und der Bitcoin verbuchen derzeit Erholungsversuche.
In Tokio schnellte der Nikkei-225 nach
dem Wahlsieg der Regierungspartei sogar auf ein Rekordhoch hoch. Das
starke Ergebnis verleihe Ministerpräsidentin Sanae Takaichi
weitreichende parlamentarische Befugnisse zur Verabschiedung von
Gesetzen, unter anderem in den Bereichen Finanzpolitik, Verteidigung
und Verfassungsänderungen, kommentierte dies am Morgen die
Commerzbank. Anleger setzen mit japanischen Aktien auf höhere
Staatsausgaben des Landes zur Ankurbelung der Wirtschaft.
In Deutschland setzen Anleger am Montag vorbörslich auf Scout24
. Angetrieben von einer Kaufempfehlung der Schweizer
Großbank UBS zogen die Titel des Online-Portalbetreibers vorbörslich
um 3,6 Prozent an - von ihrem Tief seit September 2024. Der
Abverkauf der Aktien hatte sich zuletzt verschärft wegen der
branchenweit spürbaren Sorgen, dass die Künstliche Intelligenz
Geschäftsmodelle stören könnte.
Bei Rheinmetall ist die Grundlage für eine weitere
Erholung eine andere: Die Titel hatten zuletzt nach einer erneuten
Annäherung an ihr Rekordhoch unter Gewinnmitnahmen gelitten.
Experten werden aber nicht müde zu betonen, dass solche Rücksetzer
Anlegern neue Kaufchancen eröffnen für eine Aktie, die von erhöhtem
Verteidigungsbedarf profitieren sollte. Laut dem Vorsitzenden der
Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, könnte sich die
russische Bedrohung an der Nato-Ostflanke mit einem Waffenstillstand
in der Ukraine verschärfen.
Ihre am Freitag schon begonnene Erholung fortsetzen dürften die
Grenke -Aktien, die am Montag vorbörslich 2,6 Prozent
höher gehandelt wurden. Die Privatbank Berenberg setzte die Anteile
des Leasingspezialisten neu auf ihre Favoritenliste. Die
Jahresbilanz dürfte eine Trendwende einläuten, schrieb Marius
Fuhrberg in seinem am Montag veröffentlichten Kommentar. Die
Bewertung sei attraktiv./tih/mis