Israel hat erstmals wieder Gaza-Bewohner vor Angriff gewarnt
Israels Armee hat erstmals seit Beginn der Waffenruhe nach eigenen Angaben wieder Menschen im Gazastreifen vor einem Angriff zum Verlassen der betroffenen Gegend aufgerufen. Während des Gaza-Kriegs hatte das Militär teils ganze Ortschaften im Gazastreifen vor anstehenden Angriffen zur Flucht aufgefordert. Die neue Warnung zeigt einmal mehr, wie instabil die Waffenruhe im Gaza-Krieg ist. Sie trat am 10. Oktober 2025 in Kraft.
Konkret rief die israelische Armee Anwohner eines Gebäudes und der angrenzenden Gegend dazu auf, sich mindestens 100 Meter von dem Gebäude zu entfernen. Grund sei, dass sich dort "terroristische Infrastruktur der Hamas" befinde. Der laut Augenzeugen und Armee inzwischen erfolgte Angriff war nach Angaben des israelischen Militärs eine Reaktion auf einen Verstoß der Hamas gegen die Waffenruhe. Bewaffnete hatten am Donnerstag Armeeangaben zufolge im Norden des Gazastreifens auf israelische Soldaten geschossen. Bei beiden Vorfällen gab es zunächst keine Berichte über Opfer.
Immer wieder tödliche Angriffe
Immer wieder gibt es trotz der geltenden Waffenruhe teils tödliche Angriffe im Gazastreifen, beide Seiten werfen sich Verstöße gegen das Abkommen vor. Erst am Mittwoch hatte es palästinensischen Angaben zufolge mehr als 20 Tote durch israelischen Beschuss gegeben. Zuvor hatten Palästinenser Schüsse auf israelische Kräfte gefeuert und dabei einen Soldaten schwer verletzt.
Israels Armee bereitet sich israelischen Medienberichten zufolge auch auf die Wiederaufnahme des Kriegs gegen die Hamas vor, sollte die Terrororganisation eine Entwaffnung weiterhin verweigern. Diese ist - ebenso wie ein dauerhaftes Ende der Kämpfe - im Rahmen des von den USA vorangetriebenen Friedensplans vorgesehen./edr/DP/stw
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