Wiener Börse startet erneut tiefer - ATX verliert 0,23 Prozent / Nach gestriger EZB-Leitzinsentscheidung - Andritz-Aktien verlieren 8,43 Prozent
Die Wiener Börse hat am Freitag den Handel erneut im Minus aufgenommen. Kurz nach Sitzungsbeginn notierte der ATX mit minus 0,23 Prozent bei 5.623,97 Punkten. Der ATX Prime gab um 0,41 Prozent auf 2.790,16 Zähler nach. An den europäischen Leitbörsen ging es mit den Aktienkursen zunächst mehrheitlich abwärts.
Am Donnerstag ließ die Europäische Zentralbank (EZB) dem Leitzins bei 2,0 Prozent. Laut EZB-Chefin Christine Lagarde kam die Euro-Stärke auf der Sitzung zur Sprache. Man habe zwar kein Ziel für den Wechselkurs: "Aber wir sind uns bewusst, dass er sowohl für die Wachstums- als auch für die Inflationsaussichten wichtig ist." In den USA richtet sich heute der Blick auf das Verbrauchervertrauen der Universität Michigan. Es werde erwartet, dass die Stimmung der Verbraucher weiterhin eher gedämpft ausfällt, so die Helaba-Analysten.
Belastet wurde der Leitindex unter anderem von den Andritz-Aktien, die nach vorläufigen Geschäftszahlen für das Jahr 2025 unter Druck stehen. Der Auftragseingang stieg von 8,3 Mrd. auf 8,9 Mrd. Euro, der Umsatz aber sank um gut 5 Prozent auf 7,9 Mrd. Euro, wie der steirische Maschinen- und Anlagenbauer mitteilte. Die Andritz-Werte gaben um 8,43 Prozent nach.
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