Aktien Europa: Leichte Verluste - Volvo Cars brechen ein
Europas Börsen haben am Donnerstag
geschwächelt. "Die Marktteilnehmer sehen sich erneut mit erhöhter
Volatilität an den Edelmetallmärkten und eher schwachen
Unternehmenszahlen konfrontiert", so Marktexperte Andreas Lipkow.
"Somit nehmen die Investoren lieber Gewinne mit und positionieren
sich an der Seitenlinie."
Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor am Mittag
0,16 Prozent auf 5960,82 Zähler. Außerhalb der Eurozone sank der
britische Leitindex FTSE 100 um 0,32 Prozent auf
10.398,97 Punkte. Der Schweizer SMI gab um 0,25
Prozent auf 13.473,81 Punkte nach.
Bei den Quartalszahlen überwogen die Enttäuschungen. Auffallendstes
Beispiel waren Volvo Cars , dessen Aktienkurs um 22
Prozent abstürzte. Im vierten Quartal waren Umsatz und operatives
Ergebnis stark gefallen. Mit beiden Werten verfehlte Volvo die
Schätzungen von Analysten deutlich.
Im schwächelnden Telekommunikationssektor gaben
Vodafone den Takt vor. Der britische
Telekommunikationskonzern hatte im dritten Geschäftsquartal 2025/26
Umsatz und operativen Gewinn zwar gesteigert. Experten hatten sich
allerdings mehr erhofft. Die Analysten von JPMorgan
sprachen von einer leichten Enttäuschung. Der recht deutliche
Kursverlust von über vier Prozent sei auch dem vorherigen Anstieg
geschuldet.
Im Bankensektor gab es unterdessen Licht und Schatten. Während BBVA
um 6,7 Prozent nachgaben, legten BNP Paribas
um 3,7 Prozent zu. Die französische Großbank hatte
das Jahr 2025 mit einem überraschend guten Quartal abgeschlossen.
Bankchef Jean-Laurent Bonnafe hatte zudem seine Ziele für die
kommenden Jahre erhöht.
Nicht ganz so gut sah es bei BBVA aus. Die spanische Großbank hatte
im vergangenen Jahr dank guter Geschäfte im Heimatmarkt zwar
operativ deutlich mehr verdient. Doch der Ausblick hielt nicht
Schritt. Hier deute sich Korrekturbedarf für die Konsensschätzungen
an, betonten die Analysten von JPMorgan.
Unter den Werten der zweiten Reihe knickten Moller-Maersk
ein. Die schrittweise Wiederöffnung der Transportwege
durch das Rote Meer dürfte 2026 bei der Reederei für einen
Gewinnrückgang sorgen. Grund dafür sind fallende Frachtraten, wenn
der kürzere Transportweg durch das Rote Meer demnächst wieder
regelmäßig zu befahren sein sollte. Die Aktie gab um rund fünf
Prozent nach.
Ähnlich stark fielen die Anteile von Vestas nach der
Veröffentlichung neuer Geschäftszahlen. Zwar hätten die
ausgelieferten Volumina des Herstellers von Windkraftanlagen im
vierten Quartal 2025 die Konsensschätzung um 7 Prozent übertroffen,
schrieb Analyst Lucas Ferhani von der US-Bank Jefferies. Der Umsatz
und das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) hätten die Erwartungen
aber um jeweils drei Prozent verfehlt./mf/mis