Wiener Börse (Eröffnung) - ATX vor EZB-Entscheid tiefer / Gewinnmitnahmen bei OMV und AT&S
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Die Wiener Börse ist am Donnerstag vor der Leitzinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) tiefer in die Sitzung gestartet. Der ATX fiel in den ersten 40 Handelsminuten um 0,53 Prozent auf 5.717,77 Punkte. Für den ATX Prime ging es um 0,53 Prozent auf 2.838,19 Zähler hinab.
Im europäischen Umfeld gab es keine klare Richtung. In Asien setzten sich die Kursverluste bei einigen Techwerten fort. Anleger wägen weiter ab, welche Unternehmen zu den Gewinnern und Verlierern der Künstlichen Intelligenz (KI) zählen, und hinterfragen zunehmend die hohen Investitionssummen.
Mit Blick auf die heutige geldpolitische Entscheidung wird nicht mit einer Veränderung der Schlüsselzinssätze gerechnet. Die EZB werde aller Voraussicht nach erneut betonen, dass die Geldpolitik gut positioniert ist, meinen die Ökonomen der Helaba. "Damit einhergehend dürften wesentliche Impulse für das Marktgeschehen unwahrscheinlich sein."
Belastet wurde der heimische Leitindex unter anderem von den OMV-Aktien, die angesichts tendenziell negativer Analystenkommentare und etwas niedrigerer Ölpreise um zwei Prozent auf 51,90 Euro zurückkamen. Zur Wochenmitte waren die Titel nach Zahlen noch um gut fünf Prozent angestiegen. Für das laufende Jahr rechnen Analysten nun mit Gegenwind.
Barclays bestätigte ihre "Underweight"-Einschätzung und ihr Kursziel für die OMV von 47 Euro. Niedrigere Rohstoffpreise, normalisierte Raffineriemargen und eine anhaltende Schwäche im Chemiegeschäft ließen für 2026 auf eine zurückgehende zugrunde liegende Performance schließen, so Barclays-Analyst Ramachandra Kamath. Ähnlich sieht es auch Adnan Dhanani von der kanadischen Bank RBC, der an seinem "Underperform"-Rating und dem Ziel von 46 Euro festhielt. Die britische Bank HSBC senkte ihre Empfehlung inzwischen auf "Reduce" mit einem Kursziel von 44 Euro.
ATX-Schlusslicht waren die AT&S-Aktien mit minus drei Prozent. Hier nahmen die Anleger Gewinne mit, nachdem sich die Titel rund um die Zahlenvorlage am Dienstag um fast ein Drittel verteuert hatten. Auch die übrigen Titel im Leitindex zeigten sich weitgehend im Minus, eine positive Ausnahme stellten die voestalpine-Papiere dar, die um gut ein Prozent anzogen.
spa/mik
ISIN AT0000999982