Wiener Börse (Nachmittag) - ATX gut behauptet, OMV gesucht / ATX 0,09 Prozent im Plus - OMV steigen nach guten Zahlen um 3,3 Prozent - AT&S setzen Vortagesrally fort
Die Börse hat sich am Mittwoch am Nachmittag gut behauptet gezeigt. Der ATX hielt zuletzt mit einem kleinen Plus von 0,09 Prozent bei 5.737,84 Punkten. Der breiter gefasste ATX Prime stieg um 0,25 Prozent auf 2.849,60 Zähler. Insgesamt zeigten sich Europas Börsen im Verlauf richtungslos.
Gut gesucht waren nach der Meldung von Ergebnissen die Aktien der OMV und legten 3,3 Prozent zu. Der Energie- und Chemiekonzern hat im Geschäftsjahr 2025 ein operatives Ergebnis (CCS vor Sondereffekten) von 4,6 Mrd. Euro erzielt, um 10 Prozent weniger als im Vorjahr. Unterm Strich blieb ein den Aktionären zurechenbarer Überschuss von 1,9 Mrd. Euro, ein Rückgang um 7 Prozent. Die Analysten der Erste Group schrieben in einer ersten Einschätzung von einem befriedigenden Ergebnis in einem herausfordernden Umfeld. Insgesamt seien die Zahlen damit im Rahmen der Erwartungen ausgefallen.
Aktien von AT&S setzten ihre Kursrally mit einem Plus von 8,4 Prozent fort. Die Aktien hatten bereits am Dienstag 10 Prozent zugelegt, nachdem der steirische Halbleiterhersteller ein starkes Umsatzplus gemeldet hatte. Sehr fest zeigten sich auch Lenzing und gewannen 6,5 Prozent. Schwach tendierten hingegen Banken und Versicherer. Die größten ATX-Verlierer waren BAWAG mit einem Minus von 2,5 Prozent.
Abseits des ATX legten die auch in Zürich notierten Aktien von ams-Osram 8,3 Prozent zu. Der österreichisch-deutsche Chip- und Sensorhersteller hat am Vorabend den Verkauf eines Teilbereichs seines Sensorgeschäfts zum Schuldenabbau angekündigt. Konkret geht es um das "nichtoptische Automotive-, Industrie- und Medizinsensorgeschäft", das für 570 Mio. Euro an Infineon gehen soll. Die Erste-Analysten werten den Verkauf und insbesondere die Konzentration auf das Kerngeschäft positiv.
Die am Vormittag gemeldeten Inflationsdaten aus der Eurozone wirkten sich nicht merklich im Aktienhandel aus. Auch die am Nachmittag veröffentlichten US-Arbeitsmarktdaten des privaten Arbeitsvermittlers ADP brachten keine Impulse.
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