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Wiener Börse zu Mittag knapp im Minus, OMV nach Zahlen gesucht / OMV-Aktien legen nach Meldung von Jahresergebnissen 2,8 Prozent zu - AT&S, Lenzing gesucht - BAWAG und Erste Group schwach

Der Wiener Aktienmarkt hat sich am Mittwoch zu Mittag knapp behauptet gezeigt. Der ATX hielt zuletzt mit einem kleinen Minus von 0,36 Prozent bei 5.712,56 Punkten. Der breiter gefasste ATX Prime fiel um 0,23 Prozent auf 2.835,90 Zähler. An den meisten anderen Börsen in Europa ging es etwas nach oben. Die Stabilisierung der Edelmetallpreise nach ihrem jüngsten Einbruch beruhigte auch die Aktienbörsen.

Gut gesucht waren nach der Meldung von Ergebnissen die Aktien der OMV und legten 2,8 Prozent zu. Der Energie- und Chemiekonzern hat im Geschäftsjahr 2025 ein operatives Ergebnis (CCS vor Sondereffekten) von 4,6 Mrd. Euro erzielt, um 10 Prozent weniger als im Vorjahr. Unterm Strich blieb ein den Aktionären zurechenbarer Überschuss von 1,9 Mrd. Euro, ein Rückgang um 7 Prozent. Die Analysten der Erste Group schrieben in einer ersten Einschätzung von einem befriedigendem Ergebnis in einem herausforderndem Umfeld. Insgesamt seien die Zahlen damit im Rahmen der Erwartungen ausgefallen.

Stark gesucht waren im ATX auch AT&S und Lenzing und legten 5,4 bzw. 4,5 Prozent zu. Die größten ATX-Verlierer waren die Bankwerte BAWAG und Erste Group mit Abschlägen von 2,2 bzw. 1,6 Prozent.

Abseits des ATX legten die auch in Zürich notierten Aktien von ams-Osram 4,5 Prozent zu. Der österreichisch-deutsche Chip- und Sensorhersteller hat am Vorabend den Verkauf eines Teilbereichs seines Sensorgeschäfts zum Schuldenabbau angekündigt. Konkret geht es um das "nichtoptische Automotive-, Industrie- und Medizinsensorgeschäft", das für 570 Mio. Euro an Infineon gehen soll. Die Erste-Analysten werten den Verkauf und insbesondere die Konzentration auf das Kerngeschäft positiv.

Die am Vormittag gemeldeten Inflationsdaten aus der Eurozone wirkten sich nicht merklich im Aktienhandel aus. Impulse könnten jetzt noch die am Nachmittag anstehenden USA-Daten liefern. Erwartet werden der ISM-Stimmungsindikator für den US-Dienstleistungssektor sowie ADP-Arbeitsmarktdaten. Von den ADP-Zahlen erhoffen Börsianer Hinweise auf den kommenden Arbeitsmarktbericht der US-Regierung. Mit Spannung erwartet werden dann die Quartalszahlen des Google-Mutterkonzerns Alphabet nach US-Börsenschluss.

mik/moe

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