ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Moderate Verluste - Tech- und Medientitel leiden
Europas wichtigste Aktienindizes
haben am Dienstag mit moderaten Verlusten geschlossen. Damit konnten
sie nicht an ihren starken Wochenauftakt anknüpfen. Der
Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sank letztlich um
0,20 Prozent auf 5.995,35 Punkte. Für den britischen FTSE 100
ging es um 0,26 Prozent auf 10.314,59 Punkte nach
unten und für den SMI in Zürich um 0,27 Prozent auf
13.372,58 Punkte.
Zu den größten Verlierern im marktbreiten Stoxx Europe 600
zählte letztlich der Technologiesektor
- im Einklang mit der schwachen US-Tech-Börse Nasdaq, wo die Aktien
des Zahlungsdienstleisters Paypal nach einem
schwachen Quartalsbericht unter die Räder kamen. Dies zog auch den
europäischen Branchenkollegen Adyen in
Mitleidenschaft, dessen Aktienkurs um sieben Prozent sank.
Auch europäische Medientitel waren nicht gefragt.
Neben einem schwachen Ausblick des Werbekonzerns Publicis
, der dessen Papiere mit gut 9 Prozent ins Minus
drückte, belasteten Kurseinbußen bei Relx und Wolters
Kluwer . Die Aktien der beiden Fachverlage litten mit
Abgaben von mehr als 14 beziehungsweise 12,7 Prozent darunter, dass
das US-Unternehmen Anthropic ein KI-gestütztes Produktivitätstool
für interne Rechtsabteilungen von Unternehmen veröffentlicht hat.
Der monatelang anhaltende Kursrutsch beider Aktien setzte sich damit
fort. Die Wolters-Titel erreichten den tiefsten Stand seit März
2021.
Stärkster Sektor waren hingegen die Rohstoff- und Bergbauwerte
. Sie erholten sich damit ebenso wie die Preise für
Metalle und Edelmetalle.
Im Chemiesektor standen Akzo Nobel
unter Druck. Die Aktien des Lacke- und Farbeproduzenten reagierten
mit einem fast vierprozentigen Minus auf die Zahlen zum vergangenen
Quartal. Die Analysten von JPMorgan verwiesen auf den bereinigten
operativen Gewinn (Ebitda), der unter der Konsensschätzung gelegen
habe. Der Ausblick auf 2026 erscheine zudem konservativ.
Die Titel des Elektrokonzerns Schneider Electric
stiegen in einem recht freundlichen Branchenumfeld um
1,2 Prozent. Die spanische Bank Santander hatte sie auf "Outperform"
hochgestuft.
Im positiven Bankensektor waren ING
mit 3,1 Prozent Aufschlag gefragt. Die Deutsche Bank hatte das
Kursziel von 25 auf 28 Euro angehoben und die Aktien von "Hold" auf
"Buy" hochgestuft. Bei den Niederländern stünden die Zeichen auf
Wachstum, schrieb Analyst Benjamin Goy./gl/he