Österreichische Staatsanleihen im Späthandel mit einem Minus / Internationaler Blick auf dem Konflikt USA-Iran
Die Kurse österreichischer Bundesanleihen sind am Dienstag im Späthandel weiter gesunken. Im Gegenzug stiegen die Renditen. Jene der richtungsweisenden zehnjährigen österreichischen Benchmark-Anleihe legte um 2 Basispunkte auf 3,18 Prozent zu. Der Rendite-Spread zur vergleichbaren deutschen Anleihe lag bei 28 Basispunkten. Der Euro-Bund-Future verlor 0,20 Prozent auf 127,69 Euro.
Impulse brachte die EZB-Umfrage zur Vergabe von Firmenkrediten. Im Euroraum wie auch in Österreich hat die Nachfrage nach Firmenkrediten etwas zugenommen. Wichtige Konjunkturdaten stehen sonst weder in der Eurozone noch in den USA an. Auch Vertreter der EZB dürfen sich vor der Zinsentscheidung am Donnerstag nicht mehr zur Geldpolitik äußern. Einzig die Pkw-Absatzzahlen in den USA könnten für etwas Bewegung sorgen. Die Zahlen gelten als Indikator für die Kauflaune der US-Verbraucher.
An den internationalen Märkten wird auch weiter die Situation zwischen den USA und dem Iran beobachtet. Im Moment zeichnet sich eine leichte Entspannung ab. In den nächsten Tagen könnte ein Treffen stattfinden. Irans Präsident Massoud Pezeshkian hat seinen Außenminister beauftragt, Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten zu führen. "Diese Verhandlungen sollen im Rahmen unserer nationalen Interessen geführt werden", schrieb Irans Präsident auf X. Er forderte ausgewogene Verhandlungen, "frei von Drohungen und unangemessenen Erwartungen".
Renditen ausgewählter österreichischer Benchmark-Anleihen:
Laufzeit Aktuell Vortag Veränderung Spread (in Basispunkten) 2 Jahre 2,19 2,15 +0,04 8 5 Jahre 2,63 2,60 +0,03 16 10 Jahre 3,18 3,16 +0,02 28 30 Jahre 3,88 3,84 +0,04 33
spa/moe