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Wiener Börse (Nachmittag) - ATX weiter stabil im Plus / Steirischer Halbleiterhersteller AT&S wird nach Zahlen belohnt - International wird auf die EZB-Zinsentscheidung am Donnerstag gewartet

Der Wiener Aktienmarkt hat sich im Verlauf stabil im Plus präsentiert. Der Leitindex ATX legte 0,51 Prozent auf 5.687 Punkte zu, der ATX Prime baute um 0,49 Prozent auf 2.819 Zähler auf. Die wichtigsten Europabörsen tendierten im Verlauf unterschiedlich. Der steirische Halbleiterhersteller AT&S präsentierte heute gute Umsatzzahlen, was ihn zum Topperformer im ATX Prime machte.

Leichte Impulse brachte die EZB-Umfrage zur Vergabe von Firmenkrediten. Zentrales Ergebnis ist dabei, dass die Nachfrage nach Firmenkrediten im Euroraum weiter zugenommen hat. Sie habe im vierten Quartal 2025 leicht zugelegt, teilte die Europäische Zentralbank (EZB) zu ihrer Umfrage unter 153 Finanzinstituten mit. Auch in Österreich habe die Nachfrage nach Unternehmenskrediten im vierten Quartal leicht angezogen, so die Oesterreichische Nationalbank (OeNB).

Sonst wird es aus Datensicht heute ruhig bleiben. Laut den Helaba-Experten werden aus Übersee erst am Abend mit den Pkw-Absatzzahlen in den USA Impulse erwartet. Die Zahlen könnten Auskunft über die Kauflaune der US-Verbraucher geben. Im weiteren Wochenverlauf dürfte die EZB-Zinsentscheidung an Bedeutung gewinnen.

Bezüglich Unternehmen trat der steirische Halbleiterproduzent AT&S vor den Vorhang. Der Technologiekonzern erfreute die Anleger mit einem um 10 Prozent auf 1,3 Mrd. Euro erhöhten Umsatz in den ersten neun Monaten 2025/26. Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg von minus 1,4 auf plus 34 Mio. Euro an, beim EBITDA lag der Anstieg bei 28,1 Prozent auf 296,8 Mio. Euro. Belohnt wurden die Zahlen mit einem sehenswerten Plus von 7,45 Prozent auf 44,70 Euro. Damit war AT&S die klare Nummer eins im ATX Prime-Segment. Auf Einjahressicht haben AT&S bereits 254 Prozent aufgebaut. Auch damit war die Papiere an der ATX Prime-Spitze.

Das Analysehaus Barclays erwartet von der Erste Group ein starkes viertes Quartal und behält die Einstufung "Overweight" bei. Das Kursziel wurde aber von 106,00 auf 118,00 Euro erhöht. Erste Group wurden mit plus 0,63 Prozent bei 111,00 Euro gehandelt.

Die Experten von Barclays haben auch die heimische Raiffeisen Bank International (RBI) analysiert. Dabei haben sie ihr Kursziel für die Aktien von 36,0 auf 39,0 Euro angehoben. Das Anlagevotum "Equal Weight" wurde von Analyst Krishnendra Dubey unverändert beibehalten. Deutsche Bank Research hat zudem ihr Kursziel für die Aktien der RBI von 32,0 auf 35,0 Euro erhöht. Das Anlagevotum "Hold" wurde bestätigt. RBI-Titel gaben im Verlauf etwas nach und standen am Nachmittag bei einem Zuwachs von 0,3 Prozent auf 43,25 Euro.

Frequentis wiederum hat gestern Abend mehr Umsatz und Gewinn für 2025 gemeldet. Der Umsatz stieg von 480 Mio. Euro 2024 auf 580 Mio. Euro, der operative Gewinn (Ebit) von 32 auf 47 Mio. Euro, teilte das Unternehmen am Montagabend unter Berufung auf vorläufige Zahlen mit. Mit den Zahlen zufrieden zeigten sich die Analysten der Erste Bank. "Damit hat Frequentis unsere Konsensprognosen teilweise übertroffen", schreiben sie in einem Kommentar. Frequentis legten am Dienstag bis zum Nachmittag 1,00 Prozent auf 83,40 Euro zu.

International waren Aktien aus dem Stahlbereich nach ihrem jüngsten Rücksetzer wieder gefragt. Am Vortag schon waren sie mit den Metallpreisen angezogen, die sich von ihrem jüngsten Kurssturz erholten. In Österreich kam das nur schleppend an. Das ATX-Schwergewicht voestalpine baute mittlerweile 0,44 Prozent auf.

Die Abschläge im ATX Prime-Segment hielten sich in Grenzen. Die größten Verlierer waren am Nachmittag UBM, Mayr-Melnhof, UBM und die Austriacard Holding mit minus 1,5 Prozent, ebenfalls minus 1,8 Prozent und 1,2 Prozent.

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