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Rohstoffe (Vormittag) - Brent-Ölpreis gibt leicht nach / Goldpreis steigt wieder

Die Ölpreise sind am Dienstag weiter gefallen. Im Vergleich zu den deutlichen Verlusten zu Beginn der Woche hielten sich die Preisrückgänge aber in engen Grenzen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April kostete 66,32 US-Dollar, was ein kleines Minus von 0,02 Prozent bedeutet. Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im März fiel 0,6 Prozent auf 61,84 Dollar.

Seit dem Wochenende stehen die Ölpreise unter Druck. Belastet wurden sie von der Aussicht auf Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran, woraufhin geopolitische Risiken für die ölreiche Region am Persischen Golf wieder geringer eingeschätzt werden. Laut jüngsten Meldungen hat Irans Präsident Massud Peseschkian seinen Außenminister beauftragt, Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten zu führen.

Am Markt wurde aber auch auf jüngste Äußerungen von US-Präsident Donald Trump zu Indien verwiesen. Trump hatte erklärt, dass er Zölle auf Waren aus Indien zurücknehmen werde. Der US-Präsident verband die Ankündigung in seinem Post mit der Aussage, dass Modi zugestimmt hätte, kein russisches Öl mehr zu kaufen und stattdessen deutlich mehr Öl aus den USA und möglicherweise Venezuela zu beziehen. Indien ist nach den Sanktionen westlicher Industriestaaten gegen Russland ein wichtiger Abnehmer für russisches Öl.

Auch der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist gefallen. Wie das OPEC-Sekretariat am Dienstag in Wien mitteilte, betrug der Korbpreis am Montag 64,94 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Das waren 1,94 Dollar weniger als am Vortag. Die OPEC berechnet den Korbpreis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells.

Die Preise für Gold und Silber haben am Dienstag nach den jüngsten Turbulenzen zu einer deutlichen Erholung angesetzt. Der Preis für eine Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) wurde an der Metallbörse in London bei 4.917 US-Dollar gehandelt und damit 5,6 Prozent höher als am Vortag.

Seit Freitag war der Goldpreis scharf eingebrochen und hatte zu Beginn der Woche bei 4.402 Dollar den tiefsten Stand seit fast vier Wochen erreicht. Das sind fast 1.200 Dollar oder etwa ein Fünftel weniger als beim Rekordhoch am Donnerstag.

Noch stärker fiel die Preiserholung beim Silber am Dienstag aus: Hier wurde die Feinunze am Morgen bei 87,02 Dollar gehandelt und damit 8,8 Prozent höher als am Vortag. Die Erholung erfolgte, nachdem der Silberpreis in den vergangenen beiden Handelstagen von einem Rekordhoch bei über 121 Dollar am Donnerstag bis auf 71 Dollar am Montag gesackt war.

moe/ger

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