, APA

Wiener Börse (Mittag) - ATX verliert moderat / AT&S nach Kaufempfehlung stark gesucht

Der Wiener Aktienmarkt ist am Montag mit Abgaben in den Februar gestartet. Größere Verluste wurden im Vormittagsverlauf jedoch zu einem guten Teil wieder eingedämmt. Gegen Mittag notierte der ATX 0,21 Prozent tiefer bei 5.593 Punkten, während der ATX Prime 0,19 Prozent auf 2.774 Zähler nachgab.

Im europäischen Umfeld drehten die Indizes mehrheitlich sogar leicht ins Plus. Insgesamt dürften die Anleger angesichts einer deutlichen Korrektur bei Edelmetallen aber vorsichtig bleiben.

Wesentlicher Auslöser des Kursrutsches bei Gold und Silber war die Nominierung des früheren Fed-Gouverneurs Kevin Warsh als Nachfolger von US-Notenbank-Chef Jerome Powell durch US-Präsident Donald Trump am Freitag. Am Markt wurden dadurch Zweifel genährt, ob es tatsächlich zu einer deutlichen Lockerung der Geldpolitik kommen wird, denn Warsh galt in der Vergangenheit lange als geldpolitischer Falke. Marktbeobachtern zufolge verstärkte zudem die Auflösung spekulativer, teils gehebelter Positionen die Korrektur.

Deutliche Rückgänge gab es auch bei den Ölnotierungen, die zuletzt wegen wachsender Sorgen vor einer Eskalation rund um den Iran gestiegen waren. US-Präsident Donald Trump erhöhte zwar den Druck auf Teheran und drohte erneut mit militärischen Schritten, betonte aber zugleich, weiterhin auf eine Verhandlungslösung zu setzen. Auch Teheran signalisierte Bereitschaft für weitere Gespräche. In Wien büßten OMV und SBO vor diesem Hintergrund jeweils knapp ein Prozent ein.

AT&S zogen um 8,5 Prozent auf 41,35 Euro an und bügelten damit die schwache Entwicklung der Vortage wieder aus. Die Analysten der Deutschen Bank hoben ihr Kursziel im Vorfeld der Quartalszahlen von 30 auf 50 Euro an und empfehlen die Aktie nun zum Kauf. Angesichts der hohen Auslastung der Branche befänden sich die Steirer mit ihrem leer stehenden Werk in Kulim in einer einzigartigen Position, schrieb Analyst George Brown.

Datenseitig steht am Montagnachmittag der ISM-Index der US-Industrie auf dem Programm. Im weiteren Wochenverlauf dürfte die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) stärker in den Fokus rücken.

spa/rst

 ISIN  AT0000999982
Copyright APA. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von APA ist nicht gestattet.