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Wiener Börse (Eröffnung) - Schwacher Februar-Auftakt / ATX verliert 0,6 Prozent - AT&S nach Kaufempfehlung gegen den Trend gesucht

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Der Wiener Aktienmarkt ist am Montag mit Abgaben in den Februar gestartet. Der ATX verlor in den ersten 40 Handelsminuten 0,60 Prozent auf 5.571 Punkte, während der ATX Prime 0,56 Prozent auf 2.764 Zähler einbüßte. Tiefer zeigte sich das europäische Umfeld nach schwachen Asien-Vorgaben. Stark unter Druck kamen dort die zuletzt stark gelaufenen Technologiewerte. Zudem trübten massive Gewinnmitnahmen bei den Edelmetallen allgemein die Stimmung.

Wesentlicher Auslöser war die Nominierung des früheren Fed-Gouverneurs Kevin Warsh als Nachfolger für US-Notenbank-Chef Jerome Powell durch US-Präsident Donald Trump am Freitag. Das hatte an den Märkten Zweifel geschürt, dass es tatsächlich zu einer deutlichen Lockerung der Geldpolitik kommen wird, denn Warsh hatte in der Vergangenheit lange als geldpolitischer Falke gegolten. Zuletzt sprach er sich aber für Leitzinssenkungen aus.

Deutliche Rückgänge gab es auch bei den Ölnotierungen, die zuletzt wegen wachsender Sorgen vor einer Eskalation rund um den Iran gestiegen waren. US-Präsident Donald Trump erhöhte zwar den Druck auf Teheran und drohte erneut mit militärischen Schritten, betonte aber zugleich, weiterhin auf eine Verhandlungslösung zu setzen. In Wien büßten OMV und SBO vor diesem Hintergrund jeweils rund eineinhalb Prozent ein.

Von den schwachen Sektorvorgaben unbeeindruckt gewannen AT&S drei Prozent auf 39,25 Euro. Die Analysten der Deutschen Bank hoben ihr Kursziel im Vorfeld der Quartalszahlen von 30 auf 50 Euro an und empfehlen die Aktie nun zum Kauf. Angesichts der hohen Auslastung der Branche befänden sich die Steirer wegen ihrer offenen Kapazitäten in einer einzigartigen Position, schrieb Analyst George Brown.

Datenseitig steht am Berichtstag der ISM-Index der US-Industrie auf dem Programm. Im weiteren Wochenverlauf dürfte die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) stärker in den Fokus rücken.

spa/rst

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