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Rohstoffe (Vormittag) - Brent-Ölpreise geben nach / Goldpreis fiel um 5,29 Prozent

Die Ölpreise haben am Freitag einen Teil ihrer deutlichen Gewinne der vergangenen Tage abgegeben. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März kostete am Vormittag 70,19 Dollar und damit 0,95 Prozent weniger als am Vorabend. Am Donnerstag war der Brent-Preis wegen der angespannten Lage im Iran um bis zu fünf Prozent auf 71,89 Dollar nach oben geklettert. Damit war das Öl erstmals seit September teurer als 70 Dollar.

Beim Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) sieht die Entwicklung ähnlich aus. Dieser sank am Vormittag um 1,13 Prozent auf 64,85 Dollar, nachdem er am Donnerstag noch bis auf 66,48 Dollar angezogen hatte. Wichtigster Faktor für die Entwicklung am Ölmarkt bleibt die Lage im Iran. US-Außenminister Marco Rubio hatte dem Land am Donnerstag mit einem militärischen Präventivschlag gedroht für den Fall, dass die Führung in Teheran Angriffe auf US-Einrichtungen plant.

Am Ölmarkt wird ein Übergreifen der geopolitischen Risiken auf die ölreiche Region am Persischen Golf befürchtet. Ein US-Angriff auf den Iran könnte zu Störungen des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus führen und damit die Rohöllieferungen aus dem Nahen Osten gefährden. Tanker mit Öl und Flüssigerdgas passieren diese Meerenge, um ihre Waren in die ganze Welt zu liefern.

Andererseits lockerten die USA ihre Sanktionen gegen die venezolanische Ölindustrie, um die Produktion nach dem Sturz von Präsident Nicolas Maduro wieder anzukurbeln. Das US-Finanzministerium erteilte am Donnerstag eine allgemeine Genehmigung für Geschäfte mit der Regierung in Caracas und dem staatlichen Ölkonzern PDVSA. Die Erlaubnis umfasst Transaktionen, die für den Verkauf, Transport und die Raffinierung von venezolanischem Öl notwendig sind.

Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist leicht gesunken. Wie das OPEC-Sekretariat am Freitag in Wien mitteilte, betrug der Korbpreis am Donnerstag 67,00 US-Dollar je Barrel (159 Liter), nach 65,13 Dollar am Mittwoch. Die OPEC berechnet den Korbpreis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells.

Der Goldpreis gab am Vormittag nach. Der Preis für eine Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) fiel um 5,29 Prozent auf 5.109 US-Dollar (4.269 Euro), nachdem er im frühen Handel noch bis auf rund 5.450 Dollar gestiegen war. Am Donnerstag war der Goldpreis im frühen Handel noch auf das Rekordhoch von 5.595 Dollar geklettert, bevor ein scharfer Ausverkauf einsetzte.

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