ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Versöhnlicher Ausklang einer schwachen Woche
Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Freitag
vom Kursrutsch am Vortag moderat erholt. Die nach US-Börsenschluss
vom iPhone-Konzern Apple vorgelegten Quartalszahlen
scheinen die Stimmung im Tech-Sektor zumindest nicht weiter zu
trüben. Unternehmensseitig stehen Geschäftszahlen von Adidas
im Blick. Am Nachmittag könnten Preisdaten aus
Deutschland und den USA für Aufmerksamkeit sorgen.
Der Dax stieg zuletzt um 0,8 Prozent auf 24.514
Punkte, nachdem er tags zuvor mehr als zwei Prozent verloren hatte.
Auf Wochensicht deutet sich für den deutschen Leitindex damit ein
Minus von rund anderthalb Prozent an. Die Bilanz für den turbulenten
Börsenmonat Januar ist nahezu ausgeglichen.
Der MDax der mittelgroßen Börsenwerte gewann am
Freitagvormittag 0,6 Prozent auf 31.422 Zähler. Für den
Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es ebenfalls um
0,6 Prozent nach oben.
Die Aktien von Adidas schnellten an der Dax-Spitze um
6,0 Prozent hoch. Dies dürfte vor allem dem angekündigten
Aktienrückkaufprogramm geschuldet sein. Der Sportartikelkonzern will
ab Anfang Februar für bis zu eine Milliarde Euro eigene
Anteilscheine erwerben. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete Adidas
so viel Umsatz wie nie zuvor. Mit der Margenentwicklung im hätten
die Herzogenauracher die Erwartungen übertroffen, hieß es aus dem
Handel.
Der Softwarespezialist Atoss steigerte den Umsatz
2025 um 11 Prozent und lag damit im Rahmen der Erwartungen von
Analysten. Unter dem Strich kletterte das Nettoergebnis um 6
Prozent, was die Markterwartungen übertraf. Die Anteilseigner sollen
nun eine um 15 Cent auf 2,28 Euro erhöhte Dividende je Aktie
erhalten. Die Atoss-Papiere verteuerten sich um 0,6 Prozent.
Die Papiere von Nordex fielen nach Spekulationen um
eine Aktienplatzierung um 1,2 Prozent auf 33,38 Euro, nachdem sie am
Donnerstag ein Rekordhoch markiert hatten. Kreisen zufolge verkauft
die Beteiligungsgesellschaft Skion der BMW-Großaktionärin
Susanne Klatten sieben Millionen Nordex-Anteile. Der
Platzierungspreis dürfte bei 32,15 Euro liegen, berichtete die
Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf ihr vorliegende
Unterlagen. Die Platzierung signalisiere eine solide Nachfrage,
urteilte ein Händler. Der Überhang sei beseitigt, daher könne die
Kursschwäche zum Kauf genutzt werden, empfahl er.
Für die Titel von Fraport ging es auf den höchsten
Stand seit November und zuletzt um 2,9 Prozent aufwärts. Das
Analysehaus Jefferies hatte die Anteilsscheine des
Flughafenbetreibers von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das
Kursziel von 72 auf 100 Euro erhöht. Analystin Priyal Woolf erwartet
2026 im Flugverkehr ein starkes Jahr mit höheren Kapazitäten der
Airlines.
Angetrieben von einer Kaufempfehlung liefen die Aktien von Jenoptik
an ihren vor zwei Tagen erreichten höchsten Stand
seit Oktober 2024 heran und notierten zuletzt 6,6 Prozent im Plus.
Die Deutsche Bank hatte ihr Votum von "Hold" auf "Buy" geändert und
das Kursziel von 22 auf 28 Euro angehoben. Analyst Michael Kuhn
setzt auf den Führungswechsel beim Hightech-Unternehmen und die
besseren Aussichten im Halbleiter-Kerngeschäft./edh/jha/