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Andritz investiert in Turbogeneratoren-Bau und sucht Mitarbeiter / Höherer zweistelliger Millionen-Euro-Betrag fließt in kommenden zwei Jahren nach Linz und Weiz - Rund 350 neue Jobs

Der steirische Maschinen- und Anlagenbauer Andritz will in den kommenden beiden Jahren einen höheren zweistelligen Millionen-Euro-Betrag in den Ausbau der Standorte in Linz und im oststeirischen Weiz investieren. Damit soll der weltweit steigenden Nachfrage nach Turbogeneratoren Rechnung getragen werden. Durch den Ausbau sollen insgesamt rund 350 neue Arbeitsplätze entstehen. Ab sofort werde auch nach entsprechend qualifizierten Mitarbeitern gesucht, hieß es am Freitag.

Bis 2028 soll in Linz die Fertigung um rund 3.700 Quadratmeter erweitert und modernisiert werden. In Oberösterreichs Landeshauptstadt sollen künftig vor allem die wasserstoffgekühlten Turbogeneratoren montiert und geprüft werden. Durch die direkte Lage an der Donau können die bis zu 300 Tonnen schweren Maschinen effizient und umweltfreundlich ausgeliefert werden. Etwa 110 Jobs sollen in Linz entstehen. "Wir investieren gezielt in die Zukunft der Energieversorgung und schaffen langfristige Arbeitsplätze in Österreich", sagte Markus Schneeberger, CTO bei Andritz Hydropower.

Maschinenbautechniker und Elektrotechniker gesucht

Am Standort Weiz werden bis 2027 neue Produktionshallen und Anlagen für die Generatorfertigung gebaut. Zukünftig sollen in der Oststeiermark luftgekühlte Turbogeneratoren sowie zentrale Komponenten für wasserstoffgekühlte Typen - darunter Rotoren und Statorstäbe - gefertigt werden. Etwa 240 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden dafür gesucht. An beiden Standorten sind ab sofort Stellen unter anderem für Maschinenbautechniker, Elektrotechniker, Mechatroniker, Schweißer, Fertigungstechniker ausgeschrieben. In Linz liegt der Schwerpunkt auf der Fertigung, während in Weiz neben technischen Fachkräften auch Mitarbeiter in den Bereichen Engineering und Projektabwicklung benötigt werden.

Turbogeneratoren gelten als Brückentechnologie und werden seit über 70 Jahren in Weiz gefertigt. Um die wachsende Nachfrage bedienen zu können, werden nun auch Kapazitäten am Standort in Linz ausgeweitet, wo das Unternehmen seit knapp 80 Jahren im Wasserkraftwerksbereich - insbesondere bei Turbinen und im Stahlwasserbau - tätig ist. Turbogeneratoren sind laut Andritz wichtige Bausteine moderner Energiesysteme: Sie können flexibel ans Netz gehen, Frequenzschwankungen ausgleichen und so die Versorgungssicherheit erhöhen. Viele Anlagen werden noch mit Gas betrieben, doch die Turbogeneratoren von Andritz seien bereits so ausgelegt, dass sie künftig mit wasserstofftauglichen Turbinen kombiniert werden können. Besonders stark wachse der Markt derzeit in den USA und im Nahen Osten - Europa dürfte bald folgen, so die Hoffnung des Grazer Unternehmens.

kor/tpo

 ISIN  AT0000730007
 WEB   http://www.andritz.com

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