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Rohstoffe (Vormittag) - Brent-Ölpreis klettert weiter hoch / Ölpreise markieren Höchststände seit vier Monaten - Edelmetalle weiter auf Rekordkurs

Die Ölpreise haben am Donnerstag erneut Höchststände seit vier Monaten erklommen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März kostete 69,70 US-Dollar. Das waren 1,40 Prozent mehr als am Vortag. Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) legte um 1,61 Prozent auf 64,54 Dollar zu.

Höher standen die Notierungen am Ölmarkt zuletzt Ende September des vergangenen Jahres. Der Preis für Brent-Öl aus der Nordsee legte bereits den dritten Tag in Folge zu und hat sich in dieser Zeit um mehr als vier Dollar je Barrel verteuert.

Als wichtiger Preistreiber gelten die Drohungen der USA gegen das OPEC-Mitglied Iran. Die beiden Staaten sind erneut auf Konfrontationskurs. Nachdem sich die US-Drohungen zunächst gegen das harte Vorgehen der Führung in Teheran bei der Niederschlagung der Massenproteste gerichtet haben, rückte zuletzt das iranische Atomprogramm wieder stärker in den Mittelpunkt.

Am Ölmarkt wird ein Übergreifen der geopolitischen Risiken auf die ölreiche Region am Persischen Golf befürchtet. Ein US-Angriff auf den Iran könnte zu Störungen des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus führen und damit die Rohöllieferungen aus dem Nahen Osten gefährden. Tanker mit Öl und Flüssigerdgas passieren diese Meerenge, um ihre Waren in die ganze Welt zu liefern.

Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist gestiegen. Wie das OPEC-Sekretariat am Donnerstag in Wien mitteilte, betrug der Korbpreis am Mittwoch 65,13 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Das waren 1,63 Dollar mehr als am Vortag. Die OPEC berechnet den Korbpreis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells.

Die Rally bei den Edelmetallen geht mit hohem Tempo weiter - Gold, Silber und auch Kupfer kletterten am Donnerstag erneut auf Rekordstände. Der Preis für eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) Gold stieg in der Nacht auf Donnerstag erstmals über die Marke von 5.500 Dollar (4.593,29 Euro). In der Spitze kostete die Feinunze 5.596 Dollar und damit über drei Prozent mehr als am späten Mittwochabend.

ste/mik

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