, dpa-AFX

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 28.01.2026 - 17.00 Uhr

ROUNDUP 2: Langer Weg zum Wirtschafts-Comeback - Reiche senkt Prognose

BERLIN - Die deutsche Wirtschaft kommt nur langsam wieder in Fahrt - ein spürbarer Aufschwung ist nicht in Sicht. Die Bundesregierung erwartet in diesem Jahr lediglich ein geringes Wirtschaftswachstum von 1,0 Prozent, wie Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) bei der Vorstellung des Jahreswirtschaftsberichts sagte. Im vergangenen Herbst hatte Reiche noch mit einem Plus des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,3 Prozent gerechnet.

Merz fordert Abschluss des Zollabkommens mit den USA

BERLIN - Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) fordert eine "finale Entscheidung" im Ringen um das Zollabkommen der Europäischen Union mit den USA. Sein Rat an alle sei, zu so einer Entscheidung zu kommen, sagte Merz in Berlin. Nach der Rücknahme der jüngsten Zollandrohungen von US-Präsident Donald Trump gegen europäische Länder sagte Merz bei einem Auftritt mit dem rumänischen Ministerpräsidenten Ilie Bolojan, er gehe davon aus, "dass die Grundlagen dafür geschaffen sind, dieses Abkommen in Kraft zu setzen".

Reiche zuversichtlich über Lösung bei Heizungsgesetz-Reform

BERLIN - Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche ist zuversichtlich, in Verhandlungen über eine Reform des Gebäudeenergiegesetzes eine Einigung innerhalb der Koalition zu erzielen. "Ich bin optimistisch, dass wir zu einer Lösung kommen", sagte Reiche bei der Vorstellung des Jahreswirtschaftsberichts in Berlin.

ROUNDUP: Trump droht dem Iran im Atomstreit mit Militärschlag

WASHINGTON/TEHERAN - Der Iran und US-Präsident Donald Trump gehen erneut auf Konfrontationskurs. Im Mittelpunkt steht diesmal das iranische Atomprogramm. Trump schrieb auf seiner Plattform Truth Social: "Hoffentlich wird der Iran schnell an den Verhandlungstisch kommen und ein faires und gerechtes Abkommen aushandeln - KEINE ATOMWAFFEN -, das für alle Parteien gut ist." Andernfalls drohte er mit einem militärischen Eingreifen wie in Venezuela und einem härteren Militärschlag als bei den Angriffen auf die iranischen Atomanlagen im Juni 2025.

Bafin warnt: Risiko für Marktverwerfungen steigt

FRANKFURT - Das Risiko von Verwerfungen an den boomenden Aktienmärkten nimmt nach Einschätzung der Finanzaufsicht Bafin zu. "Wenn es in so einer unsicheren Welt beim Marktoptimismus, bei der Risikonahme in privaten Märkten und beim Wachstum von leicht regulierten Vehikeln so weitergeht, dann muss es irgendwann knallen", sagte der Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin), Mark Branson, in Frankfurt. Unter Finanzvehikeln versteht man besondere Anlageformen, die oft mit mehr Risiko einhergehen.

Bundesbank-Chef: Deutsche Goldreserven in USA sind sicher

FRANKFURT - Bundesbankpräsident Joachim Nagel sieht trotz wachsender Sorgen um den Kurs der USA keinen Grund, die dort lagernden deutschen Goldreserven zurückzuholen. "Ich zweifele nicht daran, dass unser Gold bei der Fed in New York sicher aufbewahrt ist", sagte Nagel der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" mit Blick auf die Aufbewahrung bei der US-Notenbank Federal Reserve. "Das sind unsere Währungsreserven mit besonderem Schutzstatus."

Deutschland: Kauflaune steigt trotz Unsicherheiten

NÜRNBERG - Die Konsumlaune der Menschen in Deutschland hat sich zu Beginn des Jahres verbessert. Das Konsumklima der Nürnberger Forschungsinstitute GfK und NIM prognostiziert für Februar stieg im Vergleich zum Vormonat um 2,8 Zählern auf minus 24,1 Punkte, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Mitteilung hervorgeht. Demnach erwarten die Verbraucherinnen und Verbraucher bessere Einkommen und sind wieder eher bereit, mehr Geld auszugeben.

Kundenhinweis: ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

/jsl

AXC0222 2026-01-28/17:05

Copyright dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von dpa-AFX ist nicht gestattet.